24. März 2007
Israelische Forscher vermuten, dass eine Stress in der Kindheit die Entwicklung jener Hirnreale stört, die für unser Gefühlsleben verantwortlich sind. Die Folgen sind Unsicherheit, Ängste und Depressionen.
Forscher des "Department of Psychology" an der Universität Haifa sind bei Versuchen mit Ratten auf die Beobachtung gestoßen, dass Ratten, die in jungen Jahren Stress ausgesetzt werden, stark zu Symptomen neigen, die mit Depressionen beim Menschen verglichen werden können. Bei jungen Ratten die in den Genuss von viel Ruhe kamen, zeigten sich später keine Depressions-ähnliche Symptome. Die Forscher gehen davon aus, dass dieses Resultat auch auf den Menschen übertragen werden kann und warnen, dass Kinder, die viel Stress erlebt haben, im Erwachsenenalter eher unter Angststörungen und Depressionen leiden.
In der Vergangenheit wurden auf dem Gebiet der Traumaforschung bereits stressbringende Versuche mit Ratten durchgeführt. Die Experimente von Dr. Michael Tsoory unter der Leitung von Professor Gal Richter-Levin begehen jedoch neue Wege. Die Ratten waren erstmals nicht älter als 28 Tage und somit noch vor der Geschlechtsreife, bevor sie künstlichem Stress ausgesetzt wurden.
Bisher wusste man, dass sich bestimmte Stressreaktionen bei Ratten schon sehr früh zeigen. Die Areale, in denen Emotionen an Lernprozesse gekoppelt werden, entwickeln sich jedoch erst später. In der jüngst veröffentlichten Studie untersuchten Forscher nun erstmals, ob Stress kurz vor der Geschlechtsreife bzw. vor dem Eintritt in die Pubertät die Entwicklung komplexer Gehirnleistungen stören kann. Hierfür wird die Verhaltensmuster der Ratten mit Hilfe von standardisierten Reflextests oder Labyrinth-Aufgaben analysiert.
Stolze 37 Prozent der gestressten Jungtiere zeigten später depressive Verhaltensmuster und weitere 37 Prozent waren deutlich ängstlicher als ihre ungestressten Kameraden. In der Kontrollgruppe der ungestressten Ratten hatte kein erwachsenes Tier Depressionen.
In einem weiteren Versuch testeten die Forscher, was passiert, wenn man die Ratten erst nach der Geschlechtsreife Stresssituationen aussetzt. In diesem Fall waren viele der Tiere später sehr furchtsam, an Depressionen litt jedoch keines.
Studienleiter Tsoory erklärt: "Unsere Ergebnisse zeigen, dass Stress im Kindesalter der Fähigkeit schadet, im Erwachsenenalter mit Stress angemessen umzugehen. Resultat dieses Prozesses sind Gemütsstörungen und Ängste. Die Ursache für diese dauerhaften Reaktionen liegt in einem fehlentwickelten Gehirn."
Auch ich habe sehr viele sehr schlimme Dinge in meiner Kindheit erfahren und bin schliesslich völlig ohne Bezugspersonen aufgewachsen.Stattdes...
Meine Mutter hatte mich (versehentlich)
vergessen, an einem Tag im Winter aus dem Kindergarten abzuholen. (ca. 1955) Es war schon düste...
Lesermeinung schreiben |
25.05.12 | |
![]() | DEPRESSION |
06.05.12 | |
![]() | DEPRESSION |
05.05.12 | |
![]() | DEPRESSION |
03.05.12 | |
![]() | DEPRESSION |
![]() | DEPRESSION |
Stellen Sie eine Frage oder lesen Sie mehr im Depression Forum


Der Ratgeber Zeitkrankheit Depression zu der Krankheit Depression von Raphael Lenne.
