Unter einer Depression versteht man den Zustand tiefer psychischer Niedergeschlagenheit. Doch nicht immer handelt es sich bei Traurigkeit und emotionalem Stress gleich um eine psychische Störung.
Von einer Depression spricht man, wenn sich der Betroffene zutiefst niedergeschlagen, traurig und hoffnungslos fühlt. Allerdings bedeuten depressive Verstimmungen nicht automatisch eine krankhafte Depression. So ist es durchaus normal, wenn sich negative Erlebnisse belastend auf das Gefühlsleben auswirken. Reaktionen wie Traurigkeit oder Stress sind bei unerfreulichen Ereignissen vollkommen normal. In den meisten Fällen sind diese Gefühle nur von vorübergehender Dauer und müssen nicht medizinisch behandelt werden.
Traurig zu sein ist nicht ungewöhnlich. Traurigkeit entsteht durch schmerzliche Erlebnisse wie zum Beispiel die Trennung vom Partner oder dem Tod eines nahestehenden Menschen. Dieses Gefühl ist ebenso Teil des menschlichen Verhaltens wie Freude, Wut oder Angst. Jeder Mensch ist von Zeit zu Zeit traurig. Im Unterschied zu einer Depression vergeht dieses Gefühl der Niedergeschlagenheit jedoch wieder. Viele Menschen versuchen ihrer Traurigkeit entgegenzuwirken, indem sie etwas tun, was ihnen Freude bereitet, oder intensiv arbeiten.
Definiert wird Traurigkeit als schmerzliche und intensive Reaktion auf ein stark belastendes Ereignis. Sie kann einen Monat lang anhalten oder auch ein Jahr. Zu den typischen Symptomen von Traurigkeit gehören Unruhe, Melancholie, Angst vor der Zukunft und Selbstzweifel, aber auch Ärger und Schuldgefühle. Im Gegensatz zu einer Depression ist jedoch normalerweise keine medizinische Behandlung erforderlich. Gegebenenfalls kann ein beratendes Gespräch mit dem Hausarzt geführt werden. Um die Trauer zu verarbeiten, wird empfohlen, mit Angehörigen oder Freunden darüber zu reden, und zu lernen, die negativen Gefühle zu akzeptieren. Ansonsten gilt das alte Sprichwort, dass die Zeit alle Wunden heilt.
Ebenfalls eine häufige Folge von negativen Erlebnissen sind starke Stressreaktionen. Dabei wirkt sich der Stress nicht nur auf die Psyche, sondern auch auf den Körper aus. Stressreaktionen unterscheiden sich von Depressionen jedoch dadurch, dass man ihnen durch eine Situationsveränderung oder Entspannung entgegenwirken kann. Stressreaktionen zeigen sich typischerweise rasch nach einem negativen Erlebnis. Dabei kann es zu Beschwerden wie Traurigkeit, Weinen, Nervosität oder Gefühlen der Ohnmacht kommen. Häufig zeigen sich auch physische >Symptome wie , Kopfschmerzen oder Magen- und Darmbeschwerden.
Um gegen Stressreaktionen vorzugehen, wird empfohlen, die belastenden Faktoren abzustellen, Strategien zur Lösung des Problems zu finden und so rasch wie es geht, wieder in den Alltag zurückzukehren. In hartnäckigen Fällen kann auch eine Beratung durch den Hausarzt hilfreich sein.
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Der Ratgeber Liebe und Depression aus dem Jahr 1992.

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