23. November 2004
Von Nadia
Sonne, die sich tagelang hinter dichten, dunklen Wolken versteckt, Nebelschwärme und nicht enden wollender Regen. Derart trübe Herbsttage schlagen leicht auf das Gemüt.
Nach Meinung von Experten tritt das Krankheitsbild der Depression das ganze Jahr über auf und nimmt im Herbst und Winter unwesentlich zu. Nur die sogenannte SAD "Saisonal Abhängige Depression", eine seltene Unterform depressiver Erkrankungen, wird regelmäßig in dieser Jahreszeit beobachtet. Die Patienten leiden an Antriebslosigkeit, Schuldgefühlen, niedergedrückter Stimmung und Freudlosigkeit.
Im Gegensatz zu allen anderen Depressionen leiden diese Patienten nicht an Schlafstörungen, Appetitlosigkeit und Gewichtsverlust. Im Gegenteil: sie verspüren Heißhunger auf Süßes, nehmen an Gewicht zu und haben ein erhöhtes Schlafbedürfnis. Die körpereigenen Hormone Serotonin und Melatonin, welche unter anderem unseren Schlaf- und Wachrhythmus bestimmen und Lichtabhängig in unserem Körper produziert werden, könnten nach Meinung von Experten für SAD verantwortlich sein.
Wer über eine längere Zeit unter den oben genannten Symptomen leidet sollte einen Arzt aufsuchen. Therapiert wird diese Erkrankung mit Medikamenten, Psychotherapie und einer gezielten Lichttherapie. Regelmäßige Bewegung an der frischen Luft und eine ausgewogene Ernährung können auch zu einer Verbesserung der Stimmung beitragen.
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