2. Juni 2007
Ein verläßlicher Tagesablauf und eine Wohnung, in der alles seinen festen Platz hat, erleichtern das Zusammenleben von verwirrten Demenzkranken mit ihren Angehörigen. Das berichtet die Gesundheitszeitschrift Apotheken Umschau.
Ein ständig wechselnder Tagesablauf verunsichert Menschen, die sich auf ihre Erinnerung nicht mehr verlassen können, nur noch mehr. Es beruhigt sie auch, wenn es wichtige Dinge doppelt gibt: Etwa eine Zweitbrille oder den Gehstock. Einige Verwirrte neigen dazu, bestimmte Handlungen ständig zu wiederholen.
Angehörige sollten dies entweder ignorieren oder die Eigenart in zielgerichtete Tätigkeiten verwandeln, zum Beispiel Wäsche falten. Auch anderen einfachen Hausarbeiten, zum Beispiel Fenster putzen, Staub saugen oder bestimmten Gartenarbeiten, sind Demente durchaus noch gewachsen.
Über Jahre hinweg aber kann die Pflege eines verwirrten alten Menschen Angehörige auch an den Rand der Leistungsfähigkeit bringen. „Das ist keine Niederlage“, betont Daniela Flemming, die im niedersächsischen Lingen einen Gesprächskreis für pflegende Angehörige leitet. „Bevor sich die Familie aufreibt, ist die stationäre Pflege in jedem Fall die bessere Lösung.“
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