8. Juli 2008
Von Annett Biermann
Da ein Darmverschluss eine schwere Erkrankung des Dünn- oder Dickdarmes darstellt, kann jede Minute lebensrettend sein. Eine zu späte Diagnose kann auf Grund des starken Bakterienbefalles dagegen lebensbedrohend sein.
Ein so genannter Darmverschluss, medizinisch auch Ileus genannt, ist kein mehr seltenes oder unerforschtes Krankheitsbild. Trotz alledem ist eine schnelle ärztliche Behandlung unverzichtbar, da ein Darmverschluss lebensbedrohend sein kann.
Bei einem Darmverschluss wird die so genannte Darmpassage behindert oder gar durchbrochen. Wird ein Verschluss erst spät erkannt, so sind in der Regel bereits eine Vielzahl von Bakterien sowohl ein- als auch ausgetreten, die dazu führen können, lebensnotwenige Organe außer Kraft zu setzen.
Die Medizin unterscheidet verschiedene Arten von Darmverschlüssen, insbesondere ob der Verschluss im Dünn- oder Dickdarm auftritt. Eine genaue Unterscheidung ist für eine spätere Behandlung notwendig. Die genaue Feststellung, ob es sich um einen Verschluss bzw. um welche Art von Verschluss es sich handelt, erfolgt meist an Hand von Röntgen oder an Hand eines Computertomogrammes. Letzteres wird heutzutage immer häufiger angewendet, da die Ergebnisse in aller Regel aussagekräftiger sind.
Leidet man an einem Darmverschluss, so treten als Symptome häufig starke Übelkeit, Erbrechen, krampfartige Bauchschmerzen, Blähungen und starke Darmgeräusche auf. Da diese Symptome bei einer Vielzahl von Krankheiten, unter anderem auch bei einer nicht lebensbedrohlichen Magen–Darm–Grippe auftreten, ist eine Diagnose nicht immer ganz einfach. Wurde ein jedoch Verschluss festgestellt, so beginnt die Ursachenforschung, die Mediziner in aller Regel vor weitere Schwierigkeiten stellt, da es eine Vielzahl von Ursachen für einen Verschluss gibt.
In den häufigsten Fällen sind Fremdkörper für einen Verschluss ursächlich. Beispielsweise kann der Abgang eines großen Gallensteins, den man häufig gar nicht bemerkt hat, für die Behinderung der Darmpassage ursächlich sein. Auch schwerere Erkrankungen wie ein Morbus Crohn, der in den letzten Jahren vermehrt in Industriestaaten auftritt und eine Darmentzündung darstellt, oder ein Tumor können für den Verschluss ursächlich sein. Weitere Ursachen können jedoch auch eine Bauchhöhlenentzündung, eine Darmverwachsung, Darmverdrehung oder ein Darmbruch zum Beispiel auf Grund von zu schwerem Heben sein.
Wird ein Verschluss diagnostiziert, so reicht eine medikamentöse Behandlung in aller Regel nicht mehr aus. Vielmehr ist ein sofortiger chirurgischer Eingriff notwendig, durch den die Ursache operativ entfernt oder behoben wird. Zumeist sind auch weitere Nachbehandlungen notwendig, da eine normale Nahrungszufuhr nicht immer direkt wieder möglich ist. Da es sich bei Darmverschluss um eine besonders schwere Erkrankung handelt ist bei Auftreten der bereits genannten Symptome eine schnelle Konsultation eines Facharztes anzuraten.
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