5. Dezember 2011
Wissenschaftler vom Albert Einstein College of Medicine in New York haben nun herausgefunden, dass ein hoher Blutzuckerspiegel mit dem Auftreten von Darmkrebs in Verbindung steht.
Der Epidemiologe und Erstautor der Studie Geoffrey Kabat erklärt, dass die genaue Ursache noch unklar sei, man jedoch vermute, dass der Blutzucker den Wachstum und die Bildung von Entzündungsproteinen fördere. Diese wiederum würden dann die Ausbreitung von Polypen fördern, die sich im weiteren Verlauf als bösartig herausstellen könnten.
Für die Studie haben die Wissenschaftler rund 5.000 Frauen über einen Zeitraum von 12 Jahren untersucht. Zum Studienbeginn war keine von den Probanden zuckerkrank. Allerdings entwickelten 12 Teilnehmerinnen während dieser 12 Jahre Darmkrebs. Was dabei auffiel, auch der Blutzuckerspiegel stieg an. Frauen, die unter einem besonders hohen Blutzuckerspiegel litten, erkrankten mit einer doppelten Wahrscheinlichkeit an Darmkrebs als Frauen, deren Werte besonders niedrig waren. Der Insulinspiegel spielte dabei keinen Zusammenhang.
Darmkrebs gilt als die zweit häufigste Krebserkrankung sowohl bei Männern als auch bei Frauen. In Deutschland macht das eine Ziffer von 73.000 Neuerkrankungen pro Jahr. Bislang gingen Fachleute davon aus, dass das Insulin für den Wachstum von Krebs verantwortlich sei. Die aktuelle Studie widerlegt jedoch diese Vermutung. Anscheinend ist der Blutzuckerwert ausschlaggebend. In einem nächsten Schritt wollen die Forscher nun die dahinter steckenden biologischen Mechanismen herausfinden.
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