22. September 2010
Wie schon verschiedene Studien belegen, kann eine regelmäßige Einnahme einer geringen Dosis von Aspirin, das eine blutverdünnende Wirkung hat, gegen Darmkrebs schützen. Aber bislang wusste man nicht, wie hoch die Dosis sein muss und wie lange man Aspirin einnehmen muss. Nun ergab eine Studie an der Universität von Edinburg, das dieser positive Effekt der Acetylsalicylsäure schon nach einem Jahr sich grundsätzlich zeigt, wobei nicht nur die Menschen, die ein höheres Risiko einer Darmkrebserkrankung besitzen, davon betroffen sind.
Man hatte zwei Gruppen untersucht, so einmal 3.000 gesunde Menschen und 2.800 Patienten, die an Darmkrebs litten. Die Teilnehmer sollten regelmäßig Fragebögen ausfüllen und dabei auch die Einnahme von Schmerzmitteln, zu denen Aspirin zählt, angeben. Besonders wurde nach der Menge gefragt, das heißt, ob sie mehr als vier Tabletten Aspirin in einer geringen Dosis von 75 Milligramm einnahmen oder auch andere Schmerzmittel. Die Teilnehmer wurden über fünf Jahre beobachtet und dabei wurde registriert wie viele Patienten, die schon an Krebs erkrankt waren und auch Aspirin einnahmen, überlebten, beziehungsweise ob bei den Gesunden, die regelmäßig Aspirin schluckten, Tumore entstanden. Als Fazit konnten die Forscher feststellen, dass eine geringe Dosis das Risiko einer Krebserkrankung verringert, auch wenn man alle Risikofaktoren dabei berücksichtigt. Doch bei einer schon vorhandenen Erkrankung war keine positive Wirkung festzustellen.
Darmkrebs steht weltweit an zweiter Stelle der Krebserkrankungen und jährlich sterben etwa 500.000 Menschen daran.
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