Ernährung bei Darmkrebs: Ballaststoffe senken laut Studie das Sterberisiko

Ballaststoffreiche Ernährung nicht nur zur Krebsvorbeugung, sondern auch bei Darmkrebserkrankung sinnvoll

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  • von Paradisi-Redaktion
Getreide, Weizenkörner auf Holzlöffel

Die Behandlung von Darmkrebs ist heute so erfolgreich wie nie zuvor. Daran sind auch die Früherkennungsmaßnahmen beteiligt, dank derer Frühstadien entdeckt werden und eine schnelle Behandlung angeschlossen werden kann.

Ernährung mit reichlich Ballaststoffen wird empfohlen

Wer mit der Diagnose Darmkrebs lebt, denkt häufig gemeinsam mit dem Arzt über eine Umstellung der Ernährung nach. Auch Studien beschäftigen sich weltweit mit diesem Thema und geben mit aktuellen Veröffentlichungen hilfreiche Tipps für die Patienten.

Sehr wichtig ist zum Beispiel eine tägliche Zufuhr von Ballaststoffen. Eine Meta-Analyse von insgesamt 25 älteren Untersuchungen zeigt, dass gesunde Menschen damit ihr persönliches Risiko auf Darmkrebs aktiv senken können. Pro zehn Gramm am Tag, sinkt die Gefahr um zehn Prozent. Die neuste Untersuchung widmete sich aber auch der Frage, wie Ballaststoffe auf bereits erkrankte Menschen wirken. Senken sie die Sterberate?

Studie zur Wirkung ballaststoffreicher Ernährung bei Darmkrebs

Um diese Frage zu beantworten, wurden 121.700 Frauen und 51.529 Männer untersucht. Bei 1.575 von ihnen war Darmkrebs diagnostiziert worden. In einem Zeitraum von acht Jahren verstarben 773, wobei nur in 174 Fällen der Darmkrebs die sichere Todesursache war. Das 5-Jahres-Überlegen lag damit zwischen 83 Prozent bei Patienten in Stadium I und 72 Prozent bei jenen im Stadium III.

Betrachteten die Forscher nun die Ernährung aller Studienteilnehmer, fielen Unterschiede zwischen Krebsüberlebenden und den Verstorbenen auf. Wer täglich mindestens fünf Gramm Ballaststoffe zu sich nahm, dessen Sterberisiko sank effektiv um 22 Prozent. Der schützende Effekt war nachdrücklich auch dann vorhanden, wenn vor der Diagnose noch keine ballaststoffreiche Ernährung gepflegt wurde.

Das Ergebnis zeigt, dass die Umstellung der Essgewohnheiten zwar keine Wunder gegen Darmkrebs bewirkt, jedoch eine lohnenswerte Sache ist und als Option in die Therapie eingebunden werden sollte.

Ursache für Wirkung der Ballaststoffe nicht eindeutig geklärt

Weshalb genau Ballaststoffe diese Wirkung haben, ist noch unklar. Eine Theorie geht davon aus, dass durch eine größere Stuhlmenge mehr Krebszellen den Körper verlassen. Denkbar ist auch, dass die Pflanzenteile die Krebszellen binden und damit die Tumoraktivität ausbremsen.

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Autor:

Paradisi-Redaktion - News vom

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