6. Juli 2009
Darmkrebs wird meist operativ entfernt. Die beste Vorsorge stellt die Darmkrebsvorsorge dar.
Soweit dies aufgrund der Größe des Tumors möglich ist, wird dieser komplett operativ entfernt. Dabei müssen häufig große Teile des Darmes entfernt werden. Auch Metastasen werden im Rahmen der Operation entfernt, wenn dies möglich ist.
Je nachdem, an welcher Stelle des Darmes sich der Tumor befindet, kann auch die Anlage eines künstlichen Darmausganges notwendig werden. Meist wird der Stuhlgang dann über die Bauchdecke in einen speziellen Beutel ausgeschieden.
Wenn der Krebs erst in einem fortgeschrittenen Stadium diagnostiziert wurde, wird oftmals nicht mehr operiert. Der Patient erhält dann eine Chemo- und/oder Strahlentherapie.
Teilweise werden diese Behandlungsmöglichkeiten auch vor einer Operation durchgeführt, um den Tumor soweit zu verkleinern, dass er anschließend leichter entfernt werden kann. Auch nach einer Operation können die Chemo- oder Strahlentherapie noch zur Behandlung eingesetzt werden. Durch diese Behandlungen ist es möglich, die restlichen Krebszellen, die sich noch im Körper des Patienten befinden, zu zerstören.
Eine weitere Behandlungsmöglichkeit ist die Hyperthermie. Das Becken des Patienten wird im Rahmen der Strahlentherapie behandelt und anschließend auf etwa vierzig Grad erhitzt.
Nach Abschluss der Akutbehandlung wird der Patient meist in eine Rehabilitationsklinik verlegt. Während dieser mehrwöchigen stationären Behandlung lernen die Patienten mit ihrer Krebserkrankung zu leben, gegebenenfalls mit dem künstlichen Darmausgang umzugehen und ihre Ernährung entsprechend ihrer Krankheit anzupassen.
In regelmäßigen Abständen müssen sich die Patienten zur Nachsorge in der Arztpraxis einfinden. Dabei wird Blut abgenommen und unter anderem die Tumormarker untersucht. Diese Werte sind erhöht, wenn sich im Körper ein bösartiger Tumor befindet. Auch eine Darmspiegelung wird regelmäßig durchgeführt, um sofort eine weitere Behandlung einleiten zu können, wenn der Tumor wieder wächst. Im Rahmen dieser Nachsorgeuntersuchung sucht der Arzt auch nach Metastasen.
Ab einem Alter von fünfzig Jahren zahlen die Krankenkassen eine Darmkrebsvorsorge. Diese stellt eine sehr gute Maßnahme zur frühzeitigen Erkennung von Darmkrebs dar. Der Arzt tastet bei dieser Untersuchung mit einem Finger den Enddarm nach Veränderungen ab. Zusätzlich erhalten die Patienten den so genannten Hämoccult-Test, mit dem Blut im Stuhl nachgewiesen werden kann. Im Alter von 55 und 65 Jahren zahlen die Krankenkassen als Vorsorge jeweils eine Darmspiegelung, bei der der Arzt den kompletten Darm untersuchen kann.
Besonders Menschen, die Darmkrebspatienten in der engeren Verwandtschaft haben, sollten sich regelmäßig ärztlich untersuchen lassen. Gleiches gilt auch für Risikopatienten (zum Beispiel mit chronischen Darmentzündungen).
Patienten, die Blut auf dem Stuhl bemerken, sollten dieses unbedingt ärztlich abklären lassen. Häufig stecken Ursachen wie Hämorrhoiden dahinter, in einigen Fällen kann dies jedoch auch das erste Zeichen eines Darmkrebses sein.
Um Darmkrebs zu vermeiden, sollte man sich gesund und ballaststoffreich ernähren, viel bewegen, nicht rauchen und Übergewicht vermeiden.
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