9. Februar 2009
Die Therapie einer Bulimie sieht unterschiedlich aus. Vorsorgen kann man der Erkrankung nur bedingt.
Wie bereits erwähnt findet die Therapie der Bulimieerkrankung in vielen Fällen im Rahmen einer mehrmonatigen stationären Behandlung statt. Leichtere Formen der Erkrankung können auch ambulant therapiert werden.
Während der ambulanten oder stationären Therapie werden auch die Begleiterkrankungen der Bulimie behandelt. Neben dieser körperlichen Behandlung nimmt auch die psychologische Betreuung einen hohen Stellenwert in der Therapie ein. Solange die Psyche der Betroffenen nicht ausgeglichen ist, kann auch die Erkrankung an sich nicht behandelt werden.
Während der Therapien lernen die Betroffenen, Lebensmittel zuzubereiten, miteinander zu kochen und zu essen. Sie lernen, welche Menge an Kalorien sie zu sich nehmen sollen. Wichtig ist es auch für die Therapeuten darauf zu achten, dass die Betroffenen anschließend das Essen nicht wieder erbrechen. Betroffene lernen, wie sie mit Problemen umgehen können und wie sie eine Fressattacke vermeiden können.
Die ambulante Therapie findet oft in betreuten Wohngruppen statt. Hier leben die Betroffenen über mehrere Monate zusammen und lernen so, mit ihrer Erkrankung umzugehen und wieder zu einem normalen Essverhalten zu finden.
Medikamente werden in der Bulimietherapie nur selten verordnet.
Einer Bulimie kann man nur bedingt vorsorgen. Eltern sollten in keinem Fall ihre Kinder überfordern oder Leistungsdruck auf sie ausüben.
Sollte es Eltern oder Freunden auffallen, dass plötzlich eine große Menge der Küchenvorräte fehlt, sollten sie in jedem Fall hellhörig werden. Je früher die Bulimiekranken behandelt werden, desto größer sind meist ihre Heilungschancen.
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