18. Juni 2011
Vor kurzem fand in Chicago die Jahrestagung der "American Society of Clinical Oncology" (ASCO) statt. Unter anderem wurde dort eine Studie mit 1832 Brustkrebspatientinnen vorgestellt. Die Frauen waren alle brusterhaltend entweder mit einer adjuvanten Chemotherapie oder einer Anti-Hormontherapie behandelt worden. Bei 85 Prozent der Frauen war der Krebs in die Lymphknoten gewandert.
Die Frauen wurden in zwei Gruppen aufgeteilt. Eine Gruppe bekam eine normale Brustbestrahlung, bei der anderen Gruppe wurden zusätzlich die Lymphknoten bestrahlt. Bei den Frauen der zweiten Gruppe traten etwas mehr Lungenentzündungen und Lymphödeme auf, ansonsten verbesserten sich aber ihre Werte im darauffolgenden 62-monatigen Beobachtungszeitraum. Das krankheitsfreie Überleben war bei dieser Gruppe mit 89,7 Prozent höher als das der Gruppe mit normaler Brustbestrahlung (84 Prozent). Die Neuerkrankungsrate (Lokalrezidiv) war mit 3,3 Prozent im Vergleich zu 5,5 Prozent auch niedriger. An der Sterblichkeitsrate änderte die zusätzliche Lymphknotenbestrahlung allerdings nichts.
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