Nach der Brustkrebstherapie besser auf rotes Grillfleisch verzichten

Ehemalige Brustkrebspatienten erhöhen mit dem Verzehr von Grillfleisch das Rückfall- und Sterberisiko

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  • von Paradisi-Redaktion
Männerhände am Grill, im Hintergrund Mutter mit zwei Töchtern am Tisch

Erkrankt eine Frau an Brustkrebs, hat sie heute gute Aussichten auf eine erfolgreiche Therapie. Die Krebszellen können abgetötet werden und sind nach der Behandlung nicht mehr im Körper nachweisbar. Die Patientin gilt daher als geheilt.

Dennoch bleibt die Gefahr auf ein neues Auftreten von Tumoren erhöht, was im Alltag berücksichtigt werden sollte. Ehemalige Brustkrebspatientinnen sollten einer aktuellen Studie zufolge auf den Konsum von Grillfleisch verzichten. Die Zubereitung kann krebsfördernd sein, was in ihren Fällen die Rückfallquote erhöht.

Die Studie

Die US-Forscher sahen sich die Daten von 1.508 ehemaligen Patientinnen an. Alle waren in den 1990ern an Brustkrebs erkrankt, konnten jedoch erfolgreich therapiert werden.

In den Jahren der Nachbeobachtung (im Schnitt 17,6 Jahre) verstarben 597 Frauen. Bei 237 von ihnen war ein Wiederaufflammen des Brustkrebs die Ursache.

Lamm, Rind und Schwein erhöhen das Sterberisiko

Die Wissenschaftler verglichen die Ernährung der Frauen und fanden deutliche Unterschiede im Bezug aufs Grillen. Wer gern den Barbecue-Smoker oder klassischen Grill nutzte und vor allem rotes Fleisch damit zubereitet, vergrößerte die eigene Sterblichkeit um 23 Prozent. Lamm, Rind und Schwein sind daher für ehemalige Brustkrebsbetroffene nicht empfehlenswert.

Geflügel und Fisch senken das Sterberisiko

Komplett auf Grillen müssen die Frauen jedoch nicht verzichten. Die Studie fand heraus, dass Geflügel und Fisch bei der Zubereitung mittels Grill die Sterblichkeit nicht erhöht. Vielmehr ist das Gegenteil der Fall: Die Gefahr, erneut an Brustkrebs zu erkranken und daran zu sterben, sank um 45 Prozent.

Grillen von rotem Fleisch generell nicht gesund

Als reine Beobachtungsstudie kann das Ergebnis keine Rückschlüsse zu den genauen Zusammenhängen geben. Es ist jedoch allgemein in der Medizinwelt anerkannt, dass Grillen nicht die gesündeste Art der Fleischzubereitung ist. Besonders rotes Fleisch wird durch die Zubereitung teilweise krebserregend, denn es kommt zur vermehrten Bildung der sogenannten "polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffe". Über die Nahrung aufgenommen, können sie im Körper Zellen zu bösartigen Mutationen animieren.

Die aktuelle Studie rät daher auch Frauen mit aktueller Brustkrebsdiagnose auf rotes Grillfleisch zu verzichten.

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  • Bildnachweis: Familie beim Grillfest © Kzenon - www.fotolia.de

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