2. Februar 2012
Als duktales Mammakarzinom bezeichnet man die am häufigsten auftretende Form von Brustkrebs. Dabei geht der Krebs von den Epithelzellen der Milchgänge aus.
Bei Brustkrebs kommt es zu einer malignen (bösartigen) Entartung der Brustdrüse. Keine Krebserkrankung tritt bei Frauen so häufig auf wie das Mammakarzinom. So erkranken in Deutschland Jahr für Jahr ca. 57.000 Frauen an Brustkrebs. Man unterscheidet zwischen unterschiedlichen Brustkrebsformen.
In der Medizin wird Brustkrebs in verschiedene Formen unterteilt. Die am häufigsten vorkommende Form ist das duktale Mammakarzinom mit einem Anteil von rund 80 Prozent. Bei diesem Brustkrebstyp sind die Epithelzellen der Milchgänge der Ausgangspunkt der Erkrankung.
Eine andere Form ist das lobuläre Karzinom, das von den Zellen der Drüsenläppchen ausgeht. Mit einem Anteil von 5–15 Prozent ist das lobuläre Karzinom jedoch deutlich weniger verbreitet.
In den meisten Fällen bilden sich bösartige Tumore in den Epithelien, die man auch Oberflächenzellen nennt. Verbleibt der Tumor im Inneren des Milchganges, wird dies in der Medizin als duktales Carcinoma in situ (DCIS) bezeichnet. Das duktale Karzinom geht oftmals aus einem duktalen Carcinoma in situ hervor. Bei DCIS handelt es sich jedoch noch nicht um ein richtiges Karzinom, sondern um eine Vorstufe zum Brustkrebs.
Da das DCIS nicht die Trennungsschicht zum Gewebe (Basalmembran) durchbricht und auch nicht in die Umgebung einwächst, kommt es nicht zur Bildung von Metastasen. Bis sich wirklich Brustkrebs entwickelt, können Jahre vergehen. Gelingt es dem Tumor jedoch, die Basalmembran zu durchbrechen, kann er ins benachbarte Gewebe vordringen. Weiterhin besteht die Gefahr, dass sich die Tumorzellen bis zu den Blut- und Lymphgefäßen ausbreiten. Das wiederum hat die Entstehung von Metastasen in den Lymphknoten oder anderen Organen zur Folge.
Bei manchen Patientinnen können die Tumore auch multizentrisch wachsen. In diesem Fall entsteht in einem anderen Abschnitt der betroffenen Brust ein weiteres Karzinom. Zu Brustkrebs an beiden Brüsten kommt es jedoch nur selten.
Diagnostizieren lässt sich ein duktales Mammakarzinom durch verschiedene Untersuchungsverfahren. Dazu gehören neben der Tastuntersuchung auch eine Mammographie, Ultraschalluntersuchungen, sowie die Entnahme von Gewebe (Biopsie). Mitunter kann auch eine spezielle Mamma-Magnetresonanztomographie erforderlich sein.
Bei der Behandlung ist es meist möglich, brusterhaltend zu operieren, da von duktalen Karzinomen in der Regel einzelne Tumorherde gebildet werden. Manchmal ist dennoch eine komplette Entfernung der Brust notwendig. Das ist vor allem dann der Fall, wenn ein hoher Anteil an DCIS besteht.
Normalerweise setzt sich die Therapie bei einem duktalen Mammakarzinom aus einer Kombination aus Operation, Chemotherapie und Strahlentherapie zusammen. Liegt bei dem Tumor eine Hormonempfindlichkeit vor, kann auch eine Anti-Hormontherapie zur Anwendung kommen.
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