Brustkrebs Artikel

Brustkrebs - Früherkennung hilft heilen

Jedes Jahr erkranken in Deutschland rund 49.000 Frauen an Brustkrebs, ganze 19.000 davon sterben daran. Dank verbesserter Therapie und Selbstkontrolle geht die Sterblichkeit zwar zurück, die Häufigkeit der Erkrankung nimmt jedoch enorm zu. Etwa jede achte Frau in Deutschland erkrankt an Brustkrebs, womit Brustkrebs die häufigste Krebserkrankung der Frau ist.

Brustkrebs kann man in unterschiedliche Typen unterteilen. Das sogenannte "duktale Karzinom" geht von den Milchgängen aus und macht über drei Viertel aller Brustkrebse aus. Das "lobuläre Karzinom" beginnt in den Milchproduzierenden Drüsen der Brust und ist in seiner Natur dem duktalen Karzinom sehr ähnlich. Andere Typen von Brustkrebs können sich aus der Haut, dem Fettgewebe, dem Bindegewebe und anderen Zelltypen entwickeln.

Folgende Risikofaktoren für Brustkrebs sind bekannt:

Alter und Geschlecht

Wie bei den meisten anderen Tumoren, ist das Alter ein signifikanter Risikofaktor. Etwa 77% aller Neuerkrankungen und ca. 84% aller erkrankten Frauen sind älter als 50 Jahre. Über 80% aller Brustkrebsfälle ereignen sich bei Frauen, die älter als 50 Jahre sind. In weniger als 1% der Fälle erkranken Männer an einem Brustkrebs.

Genetische Faktoren und Familienvorgeschichte

Einige Familien scheinen eine genetische Tendenz für die Entwicklung von Brustkrebs zu besitzen. Bislang sind zwei Gene bekannt, die für die Entstehung von Brustkrebs verantwortlich gemacht werden.

Hormonelle Einflüsse sind wichtig, da sie das Zellwachstum regulieren. Ein spezieller Hormonstatus scheint die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen, an einem Brustkrebs zu erkranken.

Frühe Menstruation und späte Menopause

Frauen mit einem frühen Beginn der Menstruation (vor dem 12. Lebensjahr) oder mit einer späten Menopause (nach dem 55. Lebensjahr) haben ein höheres Risiko an Brustkrebs zu erkranken. Kinderlose Frauen oder Frauen, die ihre Kinder nach dem 30. Lebensjahr bekommen, haben ein ebenfalls erhöhtes Risiko für die Entstehung von Brustkrebs.

Orale Kontrazeptiva ("Antibaby-Pille")

Orale Kontrazeptiva erhöhen in Abhängigkeit von Alter, Dauer der Einnahme und anderen Faktoren das Risiko für einen Brustkrebs.

Die Therapiemöglichkeiten sind vom Fortschritt der Erkrankung abhängig. Es gibt verschiedene Therapieansätze. Sie basieren auf den drei klassischen Säulen der Krebstherapie (Chirurgie, Chemo-Hormon-Therapie, Bestrahlung). In einigen Fällen wird eine Gentherapie durchgeführt. Bei fortgeschrittenem Tumorleiden kann zusätzlich zu der konventionellen Therapie eine Immuntherapie in Betracht gezogen werden.

Trotz Behandlung kann ein Brustkrebs in andere Teile des Körpers streuen, z.B. in die Lungen, die Leber und die Knochen. Die Rückfallquote beträgt ca. 5% nach einer totalen Mastektomie (Brustentfernung) mit axillärer Ausräumung von nicht betroffenen Lymphknoten und ca. 25%, wenn die entfernten Lymphknoten von Tumorzellen betroffen sind.

Sie sollten unbedingt einen Arzt aufsuchen, wenn Sie weiblich, älter als 40 Jahre sind und bei Ihnen in den vergangenen Jahren keine Mammographie durchgeführt wurde. Auch wenn sie erblich vorbelastet sind, d.h. wenn bei Ihrer Mutter oder Schwester eine Tumorerkrankung der Brust, der Gebärmutter, der Eierstöcke oder des Darmes vorliegt oder vorgelegen hat, sollten Sie einen Arzt konsultieren. Informieren Sie sich bei Ihrem Frauenarzt und lassen Sie sich zeigen, wie man eine Brustselbstuntersuchung durchführt.

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