Brustkrebs kann bei Frauen auch während der Schwangerschaft auftreten. So ist das Mammakarzinom die am häufigsten vorkommende Krebsform bei Schwangeren.
Zu drei Prozent aller Brustkrebsfälle kommt es entweder während einer Schwangerschaft oder im darauf folgenden Jahr. Im Verlauf einer Schwangerschaft gilt das Mammakarzinom als besonders aggressiv.
Ein großes Problem ist, dass Brustkrebs während der Schwangerschaft in den meisten Fällen erst sehr spät festgestellt wird. So beträgt die Dauer von den ersten Beschwerden bis zur Entdeckung des Karzinoms etwa acht Monate. Dadurch besteht natürlich die Gefahr, dass der Tumor bereits andere Körperstrukturen wie die Lymphknoten befallen hat. Außerdem ist Brustkrebs während der Schwangerschaft außerordentlich aggressiv. Der genaue Grund dafür konnte bislang nicht eindeutig geklärt werden. Man vermutet, dass die schwangerschaftsbedingten Veränderungen in der Brustdrüse eine wichtige Rolle spielen. So fördern das Zell- und Gewebewachstum sowie der Umbau des Brustdrüsengewebes das Vordringen der Krebszellen sowie die Bildung von Metastasen. Darüber hinaus kann die Entstehung von Brustkrebs durch Östrogen, ein weibliches Geschlechtshormon, begünstigt werden, denn der Östrogenspiegel ist während einer Schwangerschaft sehr hoch. Dennoch sind die Prognosen für eine Gesundung bei schwangeren Patientinnen durchaus positiv.
Brustkrebs während der Schwangerschaft festzustellen ist nicht einfach. Das liegt daran, dass sich das Gewebe der Brust während der Schwangerschaft verändert. So wird das Brustgewebe dichter und voller, wodurch der Tumor oftmals verborgen bleibt. Zudem können kleine Knoten bei der Selbstuntersuchung nur schwer ertastet werden. Eine regelmäßige Kontrolluntersuchung bei einem Arzt ist also sehr wichtig. Dieser kann eine Ultraschalluntersuchung vornehmen, um das Brustgewebe gut darzustellen. Dagegen kommt die übliche Mammographie aufgrund der Strahlenbelastung nur in Ausnahmefällen zum Einsatz. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit eine Biopsie, eine Gewebeprobe, zu entnehmen, die man anschließend in einem Labor genau untersucht.
Die Therapie bei Brustkrebs in der Schwangerschaft richtet sich nach dem Fortschreiten des Tumors. In einem frühen Stadium ist eine chirurgische Entfernung meist ausreichend. Die Operation kann sowohl brusterhaltend als auch radikal sein. Für den Fall, dass einige Lymphknoten befallen sind, werden auch diese herausoperiert. Das ungeborene Kind wird dank moderner Narkosemittel während der Operation geschont. Falls erforderlich, kann nach dem operativen Eingriff zusätzlich eine Chemotherapie durchgeführt werden. Diese sollte jedoch erst ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel nach dem Abschluss der Embyronalentwicklung erfolgen. Eine Strahlentherapie gilt dagegen als zu riskant für das Kind.
Neben der Sorge um die eigene Gesundheit, belastet die betroffenen Frauen auch die Frage, ob sich die Brustkrebserkrankung negativ auf das Baby auswirkt und auch das Kind womöglich an Krebs erkrankt. Experten sind jedoch der Ansicht, dass für das Kind keine Gefahr besteht. Ein Schwangerschaftsabbruch ist nicht notwendig. Auch das Stillen mit der Brust ist möglich und stellt kein Risiko für das Baby dar. Wird jedoch eine Chemotherapie durchgeführt, muss auf das Stillen verzichtet werden, da bestimmte Medikamente wie Cyclophosphamid und Methotrexat in die Muttermilch übergehen können.
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16.05.13 | |
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Von Cyrus Alexander Fanai zu der Krankheit Brustkrebs das Fachbuch Ratgeber Brustkrebs.

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