26. September 2011
Nach dem Biss einer Zecke sind Betroffene stark beunruhigt, ob das Tier den gefährlichen Borreliose-Erreger in sich trug und womöglich übertragen hat. Die Lyme-Borreliose wird tatsächlich am häufigsten durch Zecken übertragen und kann schwerwiegende Gesundheitsschäden verursachen. Eine Therapie mit sehr guten Genesungschancen existiert zwar, doch sie hilft nur dann, wenn die Krankheit rechtzeitig diagnostiziert wird.
Damit es nach einem Zeckenbiss gar nicht erst zur Infektion mit Borreliose kommt, hoffen Ärzte momentan auf den Einsatz von Antibiotika-Pflastern. Diese sind derzeit allerdings noch in der Testphase. Das Konzept dahinter: Das Pflaster wird unmittelbar auf die Stelle des Bisses geklebt und soll dort prophylaktisch wirken. Die erste Zeit nach dem Biss sammeln sich Erreger nämlich zunächst nur rund um den Biss und werden erst später in den Organismus abgegeben. Das Pflaster enthält ein Antibiotikum in Gelform, das von der Haut aufgenommen wird und so direkt lokal wirken kann. Die Erreger werden abgetötet, bevor sie weiter in den Körper vordringen können. In den bisherigen Versuchen hat das Mittel eine Halbwertzeit von fünf Tagen, verbleibt also recht lange in den Hautschichten.
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