3. Juni 2011
In Afrika lief bis vor kurzem eine Studie, die sich mit der Behandlung eines septischen Schocks beschäftigte. Man suchte Therapiemöglichkeiten speziell für Kinder und Jugendliche.
Diese Untersuchung musste jedoch abgebrochen werden, nachdem sich schwere Probleme einstellten. Die Sterblichkeit unter den jungen Probanden nahm so sehr zu, dass man dies nicht mehr verantworten konnte. Was war passiert?
Bei einem septischen Schock bricht bei Betroffenen der Kreislauf zusammen. Um dem entgegenzuwirken, wollte man mehr Flüssigkeit (zum Beispiel eine Kochsalzlösung) in den Körper geben, um den Kreislauf zu stabilisieren. Bei Menschen in den Industrieländern ist dieses Verfahren bereits seit Jahren etabliert.
Die Studie sollte das Verfahren nun für Afrika etablieren, da dort jährlich bis zu eine Million Kinder an einem septischen Schock versterben müssen. Der Versuch mit den 3.141 Kindern konnte aber nicht zur erwarteten Besserung beitragen, sondern erhöhte innerhalb der ersten 48 Stunden nach Behandlung die Sterberate.
Es zeigte sich vor allen Dingen, dass eine zu schnell gegebene Flüssigkeitsmenge den Blutdruck steigen lässt und zum Kreislaufversagen führt. Wird die Infusion dagegen langsamer gegeben, kann der Körper sich besser anpassen. Warum die Reaktion der afrikanischen Kinder aber so unerwartet anders ausfiel, muss nun geklärt werden.
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