15. Februar 2011
Ein septischer Schock kann im Rahmen einer Blutvergiftung auftreten. Dabei kommt es zum Abfall des Blutdrucks sowie zu Herzkreislaufversagen.
Ein septischer Schock ist ein Schockzustand, der durch eine generalisierte bakterielle Infektion wie SIRS (Systemisches inflammatorisches Response-Syndrom) oder Sepsis (Blutvergiftung) hervorgerufen wird. Ein solcher Schock kann zum Tode des Betroffenen führen.
Eine Blutvergiftung oder Sepsis ist eine äußerst gefährliche und lebensbedrohliche Erkrankung, die trotz guter intensiver medizinischer Behandlungsmaßnahmen als Problemerkrankung gilt. So kommt es täglich weltweit zu tausenden von Todesfällen durch die Folgen einer Sepsis. Besonders wichtig ist eine frühzeitige Behandlung dieser tückischen Krankheit, da die Aussichten auf eine völlige Genesung dann weitaus höher sind. Vor allem für Menschen, die unter einer Schwächung des Immunsystems leiden, Menschen mit Vorerkrankungen wie Lungenkrankheiten, Herzleiden oder Leberschäden sowie ältere Menschen ist eine Blutvergiftung sehr gefährlich, denn bereits vorgeschädigte Organe können den hohen Belastungen einer Sepsis oftmals nicht mehr standhalten.
Verursacher einer Sepsis sind zumeist Krankheitskeime wie Bakterien, Parasiten, Pilze oder Viren. Diese dringen durch einen örtlichen Infektionsherd in das Blut vor und überschwemmen den gesamten Organismus über den Blutkreislauf. Ein solcher Entzündungsherd kann sich an den verschiedensten Körperstellen befinden. In der Regel benutzen die Keime in den Körper eingedrungene Fremdkörper oder verschmutzte Wunden als Eintrittspforte. Genauso gut kann der Infektionsherd aber auch innerhalb des Körpers liegen. Dies ist zum Beispiel bei einer Lungenentzündung oder Harnwegsentzündung der Fall. Durch die Keime bzw. Substanzen, die von ihnen produziert werden, wird das Abwehrsystem des Organismus aktiviert, das nun eine Abwehrreaktion einleitet. Für den Fall, dass der Körper jedoch zu schwach ist, um die Eindringlinge abzuwehren und die Entzündung regional zu begrenzen, ist eine systemische Entzündungsreaktion die Folge. Über die Blutbahn können die Krankheitserreger in den Kreislauf vordringen. Da vom Körper nun unzählige Entzündungsstoffe ausgeschüttet werden, ist eine Schädigung der Organe sowie der Blutgefäße die Folge. Neben dem Austritt von Flüssigkeit ins Gewebe sinkt auch der Blutdruck. Außerdem werden die Organe nicht mehr ausreichend versorgt, wodurch die Gefahr eines Organversagens besteht. In diesem Fall spricht man von einer schweren Sepsis.
Zu den typischen Symptomen einer Sepsis gehören ein schlechter Allgemeinzustand, Benommenheit oder Verwirrtheit, Schüttelfrost, hohes Fieber, Atemnot, Blutdruckabfall und beschleunigter Herzschlag. Bei Schäden an den Organen können, je nach Organ, Funktionsstörungen der Leber, der Nieren oder der Lungen auftreten. Erfolgt dann auch noch der völlige Zusammenbruch des Kreislaufs, handelt es sich um einen septischen Schock. Ohne eine rechtzeitige Behandlung führt ein septischer Schock zum Tode. Ebenfalls gefürchtet ist eine Blutgerinnungsstörung, die ein Multiorganversagen zur Folge haben kann.
Nicht immer wird eine Sepsis durch Krankheitserreger hervorgerufen. Manchmal können auch schwere Unfälle, Verbrennungen oder größere chirurgische Eingriffe eine Aktivierung des Immunsystems auslösen. Dadurch ist es jedoch nicht möglich, einen Erreger aus dem Blut zu isolieren oder einen Entzündungsherd, von dem die Infektion ausgelöst wird, zu finden.
Zu einem septischen Schock oder einem Multiorganversagen kann es bei einer Blutvergiftung innerhalb von Stunden kommen. Um dies zu verhindern, ist eine sofortige Behandlung in einem Krankenhaus unumgänglich. Zur Abtötung der verursachenden Keime wendet man Antibiotika an, die durch eine Infusion verabreicht werden. Gelingt es den Entzündungsherd herauszufinden wird dieser, meist operativ, entfernt. Mitunter sind auch eine künstliche Beatmung sowie ein künstlicher Tiefschlaf erforderlich.
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