Patienten mit Hypertonie: Medikamente gegen Bluthochdruck sind oft nicht ideal dosiert

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  • von Paradisi-Redaktion
Blutdruckmessgerät, im Hintergrund Patient mit Bluthochdruck

Der krankhaft erhöhte Blutdruck gehört in Deutschland leider zu den Volksleiden. Viele Erwachsene leiden an der in Fachkreisen "Hypertonie" genannten Krankheit und sind deswegen auch in Behandlung. Doch eine aktuelle Studie zeigt, dass die Patienten dennoch nicht ideal versorgt werden.

Ärzte diagnostizieren oft zu vorschnell eine Therapieresistenz bei einer Hypertonie

Viele Patienten werden bei einem offenbaren Therapieversagen zunächst mit einem anderen Medikament versorgt, doch bleibt der Blutdruck auch nach drei Versuchen chronisch erhöht, gehen Ärzte von einer Therapieresistenz aus. Krankhaft zu hoch ist der Blutdruck dann, wenn er nicht auf unter 140/90 mmHg gebracht werden kann.

Medikamente sollten mehr auf die Bedürfnisse der Patienten eingestellt sein

Diese Patienten fühlen sich nach dieser Diagnose natürlich schlecht, doch sie vertrauen der Meinung ihres Arztes und sehen ihre Krankheit als nicht zu therapieren an. Diese Ansicht ist jedoch oft falsch. Lässt sich die Hypertonie nicht in den Griff bekommen, kann das auch daran liegen, dass die eingesetzten Medikamente nicht genügend auf die Bedürfnisse des Patienten eingestellt gewesen waren.

Studien zeigen, dass die Diagnose "Therapieresistenz" bei Patienten nur bei 31,5% vorliegt

War die Dosierung nicht ideal, hat sich der gewünschte Erfolg zwar nicht gezeigt, doch die Diagnose "Therapieresistenz" trifft dennoch nur scheinbar zu. Die Ärzte machen es sich also oft schlicht zu leicht. Wie häufig eine solche Pseudoresistenz ausgesprochen wird, zeigt eine aktuelle Studie mit 468.877 Probanden. Alle wurden zwischen 2007 und 2010 behandelt, doch bei 31,5 Prozent (das sind 147.635 Personen) blieb der Blutdruck trotz der Medikamente zu hoch. Doch bei weitem waren deswegen nicht alle davon gleich therapieresistent.

Eine genaue Analyse der ausprobierten 3 Medikamentenversuche zeigte, dass bei rund 50 Prozent dieser Patienten keine ideale Dosierung gefunden worden war. Die Chance ist daher hoch, dass vielleicht die Hälfte dieser Therapieresistenzen doch hätte behandelt werden können.

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