7. Februar 2012
Als hypertensive Krise bezeichnet man eine plötzliche Fehlregulation des Blutdrucks im Kreislauf. Dabei kommt es zu hohem Blutdruck.
Von einer hypertensiven Krise spricht man, wenn es zu einem kritischen Anstieg des Blutdrucks bis zu 230/130 mmHg kommt. Da der menschliche Organismus nicht auf solche starken Schwankungen eingerichtet ist, besteht die Gefahr von Schäden am Gewebe. Im Falle einer hypertensiven Krise sind noch keine Organschäden zu befürchten. Es ist aber möglich, dass sie in einen gefährlichen hypertensiven Notfall übergeht. Dieses Risiko besteht vor allem bei Menschen, die bereits unter Gefäßerkrankungen leiden.
Bei einem hypertensiven Notfall kommt es aufgrund des Bluthochdrucks zur Funktionseinschränkung oder Beschädigung von Organen. Dabei kann es sich um eine Gehirnblutung oder einen Herzinfarkt handeln. Bei ca. 25 Prozent aller internistischen Notfallpatienten tritt entweder eine hypertensive Krise oder ein hypertensiver Notfall ein. Der Übergang zwischen einer hypertensiven Krise und einem hypertensiven Notfall verläuft meist fließend. Der Unterschied besteht vor allem bei den Symptomen und der drohenden Schädigung der Organe. Zu einem hypertensiven Notfall kann es bereits bei Werten unter 230/130 mmHg kommen.
Verursacht wird eine hypertensive Krise in den meisten Fällen durch eine Entgleisung des Blutdrucks, der durch Panikattacken, Angststörungen, starke Erregung oder Stress hervorgerufen werden kann. Aber auch das eigenmächtige Absetzen von verordneten blutdrucksenkenden Medikamenten ist ein häufiger Grund für den kritischen Blutdruckanstieg. Als weitere Ursachen kommen Hormonstörungen, Nierenkrankheiten, die Einnahme von bestimmten Arzneimitteln, eine Präeklampsie während der Schwangerschaft oder Drogenkonsum infrage.
Nicht immer treten bei einer hypertensiven Krise konkrete Beschwerden auf. Manche Patienten leiden unter Schwindelgefühlen, Kopfschmerzen, Nasenbluten oder Übelkeit und Erbrechen. Als Anzeichen eines hypertensiven Notfalls gelten Atemnot, Sehstörungen, ein enges Gefühl in der Herzgegend und Taubheitsgefühle.
Bei der Diagnose ist es wichtig, dass zwischen einer hypertensiven Krise und einem hypertensiven Notfall unterschieden wird. Außerdem muss der Grund für den plötzlichen Blutdruckanstieg gefunden werden. Neben der regelmäßigen Kontrolle des Blutdrucks werden noch weitere Untersuchungen durchgeführt, die von den auftretenden Symptomen abhängen. Dazu gehören zum Beispiel ein EKG, eine Blutuntersuchung, eine Computertomographie des Kopfes, eine Ultraschalluntersuchung des Bauches oder Röntgenaufnahmen der Lunge.
Kommt es zu hohen Blutdruckwerten, handelt es sich um einen Notfall, der medizinisch versorgt werden muss. Zeigen sich neben dem Bluthochdruck noch weitere Symptome, sollte man einen Notarzt verständigen. Bei einer hypertensiven Krise braucht der Patient strikte Ruhe. Hält der Bluthochdruck an, verabreicht man ihm ein Antihypertensivum. Bei einem hypertensiven Notfall ist es wichtig, dass die Senkung des Blutdrucks langsam vonstatten geht, da es durch einen raschen Blutdruckabfall zur Schädigung von Organen kommen kann.
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