19. Oktober 2009
Man unterscheidet verschiedene Therapiemöglichkeiten einer Blasenschwäche. Oftmals kann man einer Schwäche der Blase vorbeugen.
Jede Form der Blasenschwäche wird in der Regel anders behandelt.
Liegt eine Dranginkontinenz vor, sind oftmals spezielle Blasentees hilfreich. Auch pflanzliche Medikamente aus Kürbis sind oft wirksam. Ein Blasentraining kann den Betroffenen ebenfalls helfen. Im Rahmen dieser Therapie lernen die Betroffenen, ihre Blase zu bestimmten Zeiten zu entleeren.
Auch gegen eine Überlaufinkontinenz helfen pflanzliche Medikamente mit dem Kürbisextrakt. Hier kann auch Brennnessel hilfreich sein. Liegt eine starke Prostatavergrößerung vor, muss oftmals eine Operation erfolgen oder ein Katheter gelegt werden, um den Urin über die Bauchdecke abzulassen.
Die Reflexinkontinenz wird mit speziellen Medikamenten behandelt, die eine Entspannung der Blase bewirken. Die Patienten legen sich anschließend einen Katheter, so dass die Blase entleert werden kann.
Gegen die Stressinkontinenz hilft das Beckenbodentraining. Frauen, die kürzlich entbunden haben, erlernen die Übungen im Rückbildungskurs bei der Hebamme. Der Kurs findet einige Wochen nach der Entbindung statt. Die Beckenbodenmuskulatur kann jedoch in jedem Alter und zu jedem Zeitpunkt wieder aufgebaut und gefestigt werden. Dazu ist ein intensives –anfangs tägliches- Training notwendig. Übergewichtige Patienten müssen in jedem Fall abnehmen, um eine Beschwerdebesserung zu erreichen.
Hilft dieses Training nicht, kann auch eine Operation notwendig werden. Im Rahmen dieser Operation wird ein Band vor die Harnröhre gelegt. Dies hat zur Folge, dass die Harnblase nicht sofort nachgibt und Urin abgibt.
Bei Männern gibt es auch die Möglichkeit, einen künstlichen Schließmuskel einzusetzen.
Im Handel gibt es viele verschiedene Produkte gegen Blasenschwäche zu kaufen. Angefangen von Slipeinlagen bis zu Tropfenfängern für Männer.
Um einer Blasenschwäche vorzubeugen, sollten besonders Frauen nach der Schwangerschaft konsequent das Beckenbodentraining durchführen.
Betroffene mit einer Blasenschwäche sollten ihr Leiden nicht verheimlichen, da der psychische Druck so immer weiter wächst. Außerdem ist eine Schwäche der Blase sehr häufig verbreitet und so muss sich keiner dafür schämen.
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