Die Behandlung der bipolaren Störung gliedert sich in zwei Bereiche. Vorbeugen kann man dieser psychischen Erkrankung nicht.
Patienten, die unter einer bipolaren Störung leiden, benötigen zum einen eine spezielle Therapie für die manischen und depressiven Phasen, zum anderen eine Langzeittherapie zur Vorbeugung neuer Krankheitsphasen.
Patienten, die sich gerade in der depressiven Phase befinden, benötigen zwingend eine Behandlung bei einem Psychiater. Hier erfolgt meist eine Einzel- oder Gruppentherapie. Je nach Schwere der Krankheitsphase erhält der Patient zusätzlich stimmungsaufhellende Medikamente, so genannte Antidepressiva. Ist der Patient stark selbstmordgefährdet, so erfolgt die Behandlung im Rahmen einer stationären Therapie in einem speziellen Krankenhaus. Die Patienten werden hier rund um die Uhr von Ärzten und Pflegekräften überwacht.
Auch die manische Krankheitsphase wird oft stationär behandelt. Die Patienten erhalten auch hier spezielle Medikamente. Wenn sich der Patient nicht freiwillig behandeln lässt, kann die Behandlung durch einen richterlichen Beschluss auch gegen den Willen des Patienten in einem dafür geeigneten Krankenhaus durchgeführt werden. Die Patienten werden hier in den so genannten geschützten Bereichen der psychiatrischen Kliniken behandelt. Patienten, Angehörige und Mitarbeiter können diese Station nur durch Aufschließen der Türen betreten und verlassen.
Zwischen den beiden Krankheitsphasen erfolgt eine Langzeittherapie. Der Patient erhält während dieser Zeit eine Lithiumprophylaxe. Während der Behandlung wird dem Patienten auch regelmäßig Blut abgenommen und kontrolliert, um das Medikament für jeden Patient individuell richtig zu dosieren.
Durch die Behandlung bei ihrem Therapeuten lernen die Patienten, wie wichtig ein geregelter Tagesablauf für ihre Erkrankung ist. Die Patienten müssen ausreichend schlafen und erhalten eine Psychotherapie. Zusätzlich ist es für die erfolgreiche Therapie wichtig, dass die Patienten keinen Alkohol und keine Drogen zu sich nehmen und nicht rauchen. Auch Kaffee sollte aufgrund des enthaltenen Koffeins nicht oder nur sehr wenig getrunken werden.
Viele Patienten, die unter einer bipolaren Störung leiden, schließen sich auch Selbsthilfegruppen an. Hier treffen sich gleichgesinnte Patienten regelmäßig auf neutralem Boden und sprechen über ihre Sorgen und Probleme. Die Patienten erfahren hier, dass auch andere Menschen die gleichen Probleme haben und fühlen sich hier verstanden.
Teil der Therapie ist auch, den Patienten klarzumachen, wie wichtig eine Vollmacht ist, wenn sich der Patient wieder in einer manischen oder depressiven Krankheitsphase befindet. Die Patienten können hier festlegen, welche Art der Behandlung sie in einer nicht zurechnungsfähigen Krankheitsphase wünschen und welche Person ihre Interessen vertreten soll.
Vorbeugen kann man der Entstehung einer bipolaren Störung nicht. Sollte man ungewöhnliche Beschwerden und Symptome bemerken, so sollte man diese umgehend von einem Arzt abklären lassen, um die Krankheit ggfs. so früh wie möglich behandeln zu können.
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05.03.13 | |
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26.11.11 | |
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02.11.11 | |
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01.11.11 | |
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07.06.11 | |
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