Unter einer mechanischen Konjunktivitis versteht man eine häufig auftretende Form von Bindehautentzündung. Sie entsteht durch äußere Reize.
Bei einer Konjunktivitis ist die Bindehaut des Auges entzündet. Man unterscheidet zwischen verschiedenen Formen von Bindehautentzündung, zu denen auch die mechanische Konjunktivitis gehört.
Eine Bindehautentzündung kann durch die unterschiedlichsten Ursachen ausgelöst werden. Bei einer mechanischen Konjunktivitis wird die Entzündung der Bindehaut durch äußere Reize verursacht. Dazu gehören beispielsweise Rauch, trockene Luft, nicht erkannte Brechungsfehler oder physikalische Einflüsse. Aber auch Insekten oder ein Mangel an Tränenfilm können zu einer Bindehautentzündung führen. In der Medizin teilt man die mechanische Konjunktivitis in mehrere Formen ein. Dies sind:
Bei einer akuten, einfachen Bindehautentzündung ist eine mechanische Reizung der Auslöser. Als mögliche Gründe kommen Fremdkörper, Staub, trockene Luft oder Rauch infrage. Aber auch das so genannte Wimpernscheuern (Trichiasis) oder Brechungsfehler, die nicht erkannt wurden, können für eine Entzündung der Bindehaut verantwortlich sein. Typische Symptome bei einer Conjunktivitis simplex acuta sind geschwollene Augenlider, Juckreiz, Brennen, ein gerötetes Auge, schleimig-wässriger Ausfluss sowie eine verengte Lidspalte. Außerdem leiden die Betroffenen beim Aufwachen oftmals unter verklebten Augen. Die Behandlung der akuten Bindehautentzündung besteht in der Regel darin, dass der Patient das betroffene Auge schont. In schwereren Fällen werden auch Salben oder Augentropfen verabreicht.
Von einer trockenen Bindehautentzündung spricht man, wenn ein Mangel an schützendem Tränenfilm besteht. Durch diesen Mangel kommt es gleichzeitig zu einer Hornhautentzündung (Keratitis). Um die trockene Bindehautentzündung wirksam zu behandeln, werden benetzende Augentropfen, Augensprays oder Augengele eingesetzt. Darüber hinaus ist es wichtig, die Ursache für den Tränenfilmmangel zu beheben.
Zu einer knötchenförmigen Bindehautentzündung kommt es durch eine mechanische oder toxische Infektion mit Insektenstacheln oder Raupenhaaren. Während sich im ersten Stadium die typischen Symptome einer akuten Bindehautentzündung zeigen, bilden sich im weiteren Verlauf Granulome in der Bindehaut, die die Form von Knötchen haben. Die Fremdkörper und Granulome müssen möglichst schnell entfernt werden, da sie sich sonst ins Innere des Auges ausbreiten können, was wiederum eine Uveitis zur Folge hat. Eine Conjunktivitis nodosa gilt als sehr hartnäckig.
Eine gigantopapilläre Konjunktivitis entsteht durch das jahrelange Tragen von weichen Kontaktlinsen. Auf der Bindehaut des Oberlids kommt es zu einem pflastersteinartigen Bild. Man vermutet, dass diese Veränderungen durch eine Allergie gegen Eiweiße, die sich auf der Oberfläche der Kontaktlinsen befinden, ausgelöst werden. Für die Dauer der Entzündung ist es wichtig, dass der Patient auf das Tragen der Kontaktlinsen verzichtet. Nach dem Abheilen der Entzündung, ist eine neue Anpassung der Linsen erforderlich.
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