10. Juli 2009
Es gibt verschiedene Möglichkeiten ein Basaliom zu behandeln. Vermeidet man intensive Sonnenstrahlung, ist dies bereits die beste Vorsorge.
Meist wird das Basaliom operativ entfernt. Dies geschieht in der Regel im Rahmen einer ambulanten Operation unter örtlicher Betäubung beim behandelnden Dermatologen. Oftmals wird die Operation in zwei Schritten durchgeführt. Während der ersten Operation entfernt der Hautarzt das Basaliom und noch ein wenig – scheinbar gesunde - Haut darum herum. Nach der Operation begutachtet der Hautarzt die entfernte Hautstelle unter dem Mikroskop. Befinden sich auch in der scheinbar gesunden Haut Krebszellen, muss im Rahmen einer zweiten Operation noch mehr Haut entfernt werden, um sicher das gesamte Basaliom entfernt zu haben.
Bei älteren Patienten oder wenn sich das Basaliom an einer Stelle befindet, die nur schlecht operativ entfernt werden kann, wird eine Strahlentherapie durchgeführt. Vorteil einer Strahlentherapie ist, dass sie keine Narben hinterlässt und meist die gleiche Wirkung wie eine Operation erzielt. Nachteil hingegen ist jedoch, dass eine Strahlentherapie Nebenwirkungen hervorrufen kann.
Handelt es sich um sehr kleine Basaliome, können diese auch im Rahmen der Photodynamischen Therapie entfernt werden. Diese Methode dient sowohl der Diagnostik als auch der Behandlung. Die entsprechende Hautstelle wird dazu mit einer Salbe eingerieben. Die Behandlung findet in einem abgedunkelten Raum unter einem speziellen Licht statt. Durch die Salbe und das Licht fluoreszieren die Krebszellen, so dass der Hautarzt genau sieht, welche Hautstelle während der Photodynamischen Therapie zerstört werden muss.
Die Tumorzellen können auch im Rahmen der so genannten Kryotherapie vereist werden. Besonders bei ungünstig sitzenden Basaliomen (zum Beispiel auf den Augenlidern) oder bei älteren Patienten wird diese Therapie einer Operation vorgezogen. Die Vereisung wird mit flüssigem Stickstoff durchgeführt. Der Körper stößt die vereisten Zellen nach einigen Tagen ab. Es bilden sich jedoch Veränderungen an der Haut, die neuen Basaliomen ähneln können.
Eine weitere noch relativ neue Behandlungsmethode gibt es in Form einer speziellen Creme. Der Patient trägt diese über mehrere Wochen selbst auf das Basaliom auf. Die Creme soll das Immunsystem beeinflussen, die krankhaften Zellen zu zerstören. Schmerzen entstehen durch diesen Prozess nicht, auch Narben bleiben nicht zurück. Da es sich jedoch um eine neue Behandlungsmethode handelt, gibt es noch keine Langzeitergebnisse.
Egal durch welche Therapie das Basaliom behandelt wurde, der Patient muss in jedem Fall kontinuierlich zur Krebsnachsorge zu seinem Hautarzt. Auch wenn das Basaliom komplett entfernt wurde, bilden sich oftmals neue Basaliome, dann jedoch an anderen Hautstellen. Um diese so früh wie möglich diagnostizieren zu können, ist eine engmaschige Nachsorge unbedingt notwendig.
Basaliome lassen sich meist verhindern, wenn man sich nur kurze Zeit in der Sonne aufhält und sich regelmäßig mit geeigneten Sonnenschutzmitteln eincremt. Empfehlenswert ist es auch, seine Haut selbst nach Hautveränderungen abzusuchen und gegebenenfalls diese sofort durch einen Hautarzt begutachten zu lassen.
Menschen ab 35 Jahren haben alle zwei Jahre Anspruch auf das so genannte Hautkrebsscreening. Diese Untersuchung wird von Haus- oder Hautärzten durchgeführt. Während der Untersuchung sucht der Arzt die Haut nach Veränderungen ab und kann so frühzeitig einen (beginnenden) Hautkrebs diagnostizieren. Es handelt sich bei dieser Untersuchung um eine Leistung der Krankenkassen, bei der die Patienten keine Eigenbeteiligung haben. Auch die Praxisgebühr ist hier nicht fällig, da es sich um eine reine Vorsorge handelt.
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