22. Februar 2011
Unter einer Autoimmunen Hepatitis versteht man eine seltene Leberkrankheit. Man teilt sie in unterschiedliche Formen ein.
Als Autoimmune Hepatitis oder Autoimmunhepatitis (AIH) wird eine seltene chronische Lebererkrankung bezeichnet. Zu den verschiedenen Formen der Autoimmunkrankheit gehört die SLA-positive Hepatitis, die auch als Typ III bezeichnet wird.
Bei der Autoimmunhepatitis handelt es sich um eine Autoimmunkrankheit. Das bedeutet, dass sich Teile des menschlichen Immunsystems gegen den eigenen Körper richten. Im Verlauf der Autoimmunen Hepatitis bildet das Immunsystem so genannte Antikörper als Immunantwort gegen die körpereigenen Zellen der Leber. Diese Antikörper attackieren die Leberzellen und zerstören sie schließlich. Dies hat jedoch fatale Folgen für die Leber, die ihre Immuntoleranz verliert und sich entzündet. Im weiteren Verlauf droht eine Schädigung der Leber bis hin zur lebensbedrohlichen Leberzirrhose. Der genaue Mechanismus der Krankheit konnte jedoch bislang nicht geklärt werden.
Von einer Autoimmunen Hepatitis sind vorwiegend Frauen unter 30 Jahren betroffen. Häufig tritt die Krankheit mehrfach innerhalb einer Familie auf. Wodurch die tückische Krankheit entsteht, ist nach wie vor unklar. Als Ursachen vermutet werden bestimmte Arzneimittel, Umweltgifte, Herpes-Viren oder Hepatitis A-, B-, C- und D-Viren. Bei den Betroffenen kommt es zu unspezifischen Beschwerden wie Gewichtsabnahme, Müdigkeit, Abgeschlagenheit und Fieber. Manchmal treten auch Augenentzündungen oder Gelenkschmerzen auf. Bei einigen Patienten zeigen sich auch gar keine Symptome.
Unterteilt wird die Autoimmunhepatitis in zwei bzw. drei Formen, die man als Typ I, II und III bezeichnet. Mit etwa vier Fünftel aller Erkrankungen ist Typ I, die Lupoide Hepatitis, die Form, die am häufigsten auftritt. Bei den meisten Patienten sind SMA-Antikörper vorhanden. Trotz guter Behandlungsergebnisse leidet fast die Hälfte der Patienten unter einer Leberzirrhose. Typ II, die LKM-positive Hepatitis, tritt vorwiegend bei Kindern und Jugendlichen auf. Typisch für die LKM-positive Hepatitis ist das Vorhandensein von LKM-Antikörpern, die bei den anderen Typen nicht auftreten. Darüber hinaus kommt es bei einem Großteil der Betroffenen zu einer Leberzirrhose. Einen Sonderfall stellt Typ III, die SLA-positive Hepatitis, dar. In früheren Jahren betrachtete man das Vorhandensein von SLA-Antikörpern als eigenständige Entität. Der klinische Verlauf ist jedoch Typ I sehr ähnlich. Daher gilt die SLA-positive Hepatitis in der heutigen Zeit nicht mehr als eigenständige Form und wird stattdessen Typ I zugerechnet.
Eine Autoimmune Hepatitis muss stets medizinisch behandelt werden, da sie sonst tödlich endet. Im Rahmen der Therapie setzt man Immunsuppressiva wie Kortisonpräparate und Azathioprin ein, die das Immunsystem hemmen sollen. Eine solche Behandlung ist sehr langwierig und dauert mindestens drei bis fünf Jahre. In manchen Fällen müssen die Medikamente sogar bis ans Lebensende eingenommen werden. Setzt man die Präparate zu früh ab, besteht die Gefahr eines Rückfalls. Bei besonders schweren Fällen muss mitunter eine Transplantation der Leber vorgenommen werden.
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19.06.11 | |
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05.04.11 | |
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20.12.10 | |
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05.09.10 | |
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