31. Dezember 2009
Autismus ist eine tiefgreifende Entwicklungsstörung, die zwischen dem zehnten Monat und dem dritten Lebensjahr eines Kindes sichtbar wird. Es liegt eine Störung der Wahrnehmungs- und Informationsverarbeitung vor, die möglicherweise auf eine Fehlfunktion der Synapsen zurückzuführen ist.
Zu diesem Schluss kamen Forscher der Universität Heidelberg nach Auswertung diverser Experimente an Mäusen. Sie entdeckten, dass Nervenenden, die in ihrem Reifungsprozess gestört werden, Autismus begünstigen.
Das Eiweiß Neuroligin-1 spielt dabei die entscheidende Rolle. Es stimuliert die Kontaktstellen der Synapsen und ist für die Reifung der Nerven notwendig. Ohne das Eiweiß verbleiben die Nervenenden in unreifen Stadien und setzten weniger Botenstoff frei. Der Informationsfluss bleibt für immer gestört, da die Nervenenden zeitlebens nur noch “flüstern” können. Nur ein voll funktionsfähiger Kontakt zwischen Sender und Empfänger führt zu einer vollständigen Reifung und einer gesunden geistigen Entwicklung.
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Der Ratgeber Das Scheitern der Oberfläche zu der Krankheit Autismus von Michael Turnheim.