Zur Behandlung von Asthma bronchiale wurde von Medizinern die so genannte Stufentherapie entwickelt. Dabei steigert man die Intensität der Therapie Schritt für Schritt.
Asthma bronchiale ist eine chronische Entzündung der Atemwege. Mithilfe von verschiedenen Arzneimitteln ist es jedoch möglich, der unangenehmen Erkrankung zu begegnen und den Betroffenen ein relativ normales Leben zu ermöglichen.
Ziel und Zweck jeder Asthma-Behandlung ist es, die Beschwerden des Patienten so weit wie möglich zu reduzieren und seine Lebensqualität zu erhöhen. Dabei hängt es vom Schweregrad der Krankheit ab, welche Medikamente und Dosierungen zur Anwendung kommen.
Oftmals ist es erforderlich, die Behandlung an das aktuelle Befinden des Patienten anzugleichen. Zu diesem Zweck wurde ein Stufenschema, das insgesamt fünf Stufen umfasst, erstellt, bei dem man die Therapie schrittweise entweder durch das Verabreichen von weiteren Medikamenten oder stärkeren Dosierungen steigert.
Um die verschiedenen Stufen an den Gesundheitszustand des Asthma-Patienten anzupassen, sind regelmäßige Kontrollen durch den Arzt erforderlich. Aber auch die Mitarbeit des Patienten ist gefragt. So kann dieser mithilfe eines Asthma-Tagebuchs sein Befinden selbst beobachten und schriftlich festhalten.
Grundlage für die Stufentherapie bildet die Asthmakontrolle, die auf bestimmten klinischen Parametern basiert. Dazu dienen drei Schweregrade, die man in kontrolliertes Asthma, teilweise kontrolliertes Asthma und unkontrolliertes Asthma einteilt. Je nachdem, wie der Grad der Asthmakontrolle ausfällt, beginnt man bei einer bestimmten Stufe des Behandlungsschemas und passt es gegebenenfalls an.
Ziel ist es, das Asthma so gut wie möglich zu kontrollieren, und so wenig Medikamente wie es geht, zu verabreichen. Erwachsene Patienten behandelt man bei der Stufentherapie auf folgende Weise:
Bei Stufe 1 leidet der Patient nur zeitweise, also ein- oder zweimal in der Woche, unter Asthma-Beschwerden. In diesem Fall erhält er ein schnellwirkendes inhalatives Betasympathomimetikum, das er aber nur bei Bedarf einnimmt.
Unter Stufe 2 fällt ein Patient, wenn er mehrmals in der Woche unter Asthma-Beschwerden leidet. Das Betasympathomimetikum kommt dann auch mehrmals wöchentlich zur Anwendung. Darüber hinaus verabreicht man dem Patienten ein Spray oder Pulver, das Kortison enthält.
Stufe 3 gilt, wenn sich die Beschwerden trotz der Gabe von kortisonhaltigen Medikamenten nicht verhindern lassen. In diesem Fall wird entweder die Dosierung des Präparats gesteigert oder zusätzlich ein langwirkendes Betasympathomimetikum verabreicht.
Stufe 4 tritt ein, wenn es trotz der Einnahme, der in Stufe 3 verordneten Medikamente, zu Asthma-Beschwerden kommt. Dabei steigert man die Dosis des Kortisonpräparates weiter, während die Dosierung des Betasympathomimetikums beibehalten wird.
Bei Stufe 5 halten die Beschwerden trotz der intensiven Behandlung weiterhin an. Der Patient erhält dann weiteres Kortison in Form von Tabletten.
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