Ballaststoffreiche Ernährung könnte bei Arthritis den Knochenabbau bremsen

Laut einer Studie mit Mäusen haben Ballaststoffe indirekt einen knochenstärkenden Effekt

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  • von Paradisi-Redaktion
Körnerbrot, daneben Sonnenblumenkerne und Sonnenblume

Wissenschaftler haben anhand einer Studie mit Mäusen jüngst herausgefunden, dass eine besonders ballaststoffreiche Ernährung ideal ist, um bei einer bestehenden Arthritis die Knochensubstanz vor einem weiteren Abbau zu schützen.

Ballaststoffreiches Futter und Wasser mit Propinat

Für ihren Versuch hatten die Forscher aus Deutschland Mäuse mit Arthritis genommen und ihnen Ballaststoffe verabreicht. Über zwei Monate hinweg

  • erhielt eine Gruppe ein besonders ballaststoffreiches Futter und
  • die andere Gruppe trank über ihr Wasser die kurzkettige Fettsäure Propinat.

Diese ist seit den 1950ern in der Lebensmittelindustrie im Einsatz, denn sie erfüllt alle Anforderungen an sichere Zusatzstoffe gemäß der heutigen EU-Richtlinien. Bei einer ballaststoffreichen Ernährung entwickelt sich eine gesunde Darmflora, bei der die Bakterien unter anderem kurzkettige Fettsäuren wie Propinat herstellen. Die direkte Aufnahme von Propinat hat darum denselben Effekt. Daher war in beiden Mausgruppen eine positive Entwicklung der helfenden Bakterienkulturen zu beobachten. Die Darmflora veränderte sich nachweislich hin zu einer ausgewogenen Balance, von der wiederum das Immunsystem der Tiere profitierte. Gleichzeitig verringerte sich die Anzahl bestimmter Knochenzellen, die für den Abbau der Knochensubstanz zuständig sind. Es kam über die Wochen zu einem knochenstärkenden Effekt.

Veränderte Darmflora sorgt für positiven Effekt

Ein Blick ins Detail zeigte, dass die veränderte Darmflora indirekt für die beste Knochenfestigkeit verantwortlich war. Durch die ballaststoffreiche Ernährung konnte das Immunsystem effektiv unterstützt werden, sodass es zu weniger Entzündungen im Körper kam. Für die Knochen entscheidend waren aber nicht die Bakterien selbst, sondern deren Stoffwechsel (darunter Propinat). Die natürlichen Ausscheidungen der Mikroorganismen sorgen dafür, dass insgesamt mehr kurzkettige Fettsäuren vom menschlichen Körper verwertet werden können.

Für Patienten mit Arthritis hätte eine ballaststoffreiche Ernährung daher direkt zwei Vorteile:

  1. Sie würden von einer entzündungshemmenden Wirkung des gestärkten Immunsystems profitieren
  2. Die kurzkettigen Fettsäuren im Knochenmark wären ein guter Schutz vor zu schnellem Knochenabbau

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  • Bildnachweis: Körnerbrot mit Sonnenblumenkernen © Teamarbeit - www.fotolia.de

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