Forscher haben anhand des Volksstamms der Tsimane in Bolivien die Annahme entkräftigt, dass Entzündungen Arteriosklerose, Herzinfarkt und Schlaganfall verursachen. Bisher gaben die Entzündungswerte im Blut einen Hinweis auf ein solches Risiko. Vielmehr ist allerdings nun der moderne Lebensstil als Verursacher in Verdacht geraten.
Der 8000 Mann starke Volksstamm Tsimane lebt in den Regenwäldern und Savannen Boliviens. Chronische Entzündungen durch Parasiten sind dort ein verbreitetes Problem, durch schlechten Zugang zu medizinischer Versorgung sorgt dies für die Hälfte der Todesfälle. Übergewicht kommt nur in 2 Prozent der Bevölkerung vor, Diabetes gar nicht. Obwohl die Risikofaktoren durch die hohen Entzündungswerte sehr hoch sind, ließ sich der Zusammenhang mit Gefäßerkrankungen hier nicht nachweisen.
Die Tsimane leben aktiv, pflanzen nur für den eigenen Verbrauch an und jagen gelegentlich. Auch vorindustrielle Gesellschaften litten selten an Arteriosklerose. Die Forscher folgern nun, dass Entzündungen kein zuverlässiger Hinweis auf Gefäßerkrankungen sind. Die Tsimane könnten durch Genetik, Lebensstil und den Einfluss der Parasiten zwar eine Besonderheit darstellen, Studienleiter Michael Gurven meint dennoch, der Lebensstil der Tsimane passt besser zu unserem Körper als der unsrige.
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25.02.13 | |
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14.02.13 | |
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19.11.12 | |
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