12. Oktober 2011
Auf welche Weise ein Aneurysma behandelt wird, hängt von der Art der Aussackung ab. Oftmals muss jedoch ein operativer Eingriff erfolgen.
Bei der Therapie eines Aneurysmas unterscheidet man zwischen einem Aortenaneurysma und einem Hirnaneurysma. Ein Aortenaneurysma lässt sich sowohl auf konservative als auch auf operative Weise behandeln. Eine konservative Behandlung erfolgt meist dann, wenn der Umfang der Aussackung nur gering ist oder zu hohe Risiken bei einer Operation bestehen. Zu den Grundpfeilern der Therapie gehören vor allem die Bekämpfung der Risikofaktoren, die zur Entstehung eines Aneurysmas führen, sowie die Behandlung von Begleitkrankheiten. Als besonders wichtig gilt dabei das konsequente Senken von Bluthochdruck. Zu diesem Zweck verabreicht man den Patienten unter anderem Medikamente wie Betablocker. Darüber hinaus müssen die Betroffenen auf körperliche Anstrengung verzichten und auf die Regulierung ihres Stuhlgangs achten. Kommt es jedoch zu Beschwerden oder erreicht das Aneurysma einen bedenklichen Umfang, lässt sich ein chirurgischer Eingriff nicht mehr vermeiden. Im Rahmen der Operation ersetzt man das Gefäßteil, welches von der Aussackung betroffen ist, durch ein künstliches Blutgefäß. Bei dem Eingriff eröffnet der behandelnde Chirurg das Aneurysma und setzt anschließend eine Prothese aus Kunststoff, die die Form eines Ypsilons oder eines Rohrs hat, ein. Zum Abschluss wird die Gefäßwand über der Prothese verschlossen. Eine Alternative ist das Einsetzen von Stent-Prothesen. Zu diesem Zweck nimmt man einen geringfügigen Einschnitt an der Haut vor und bringt die Prothese dann durch die Verwendung eines Katheters in die Hauptschlagader ein. Gestützt werden die Prothesen durch Stents. Diese setzt man zusammengeklappt über den Katheter ein und klappt sie dann an der richtigen Stelle auf.
Im Falle eines Hirnaneurysmas war es früher üblich, eine offene Hirnoperation vorzunehmen. Dabei klemmte man das Aneurysma mithilfe eines Clips aus Titan ab. In den letzten Jahren greift man jedoch bevorzugt auf eine endovaskuläre Therapie zurück, bei der nicht mehr am offenen Gehirn operiert werden muss. Stattdessen setzt man in die Aussackung Mikrospiralen aus Platin, die man Coils nennt, ein. Eingeschoben werden diese Coils über die Leistenarterie und die Hauptschlagader durch einen hohlen Mikrokatheter. Zwar können die Coils die Aussackung nicht vollständig ausfüllen, bewirken jedoch durch einen Fremdkörperreiz die Bildung eines Blutgerinnsels. Auf diese Weise wird dem weiteren Fließen von Blut im Aneurysma entgegengewirkt. Das Gefäß schließt sich und kann nicht mehr reißen.
Nach einer Operation brauchen die Patienten auf körperliche Bewegung nicht zu verzichten. Wurde allerdings eine Prothese in der Nähe eines Gelenks eingesetzt, wird empfohlen, die Gliedmaßen nicht zu sehr zu beugen. Für die Zeit nach einem Eingriff verabreicht man den Patienten blutverdünnende Arzneimittel. Darüber hinaus werden regelmäßig Kontrolluntersuchungen mit Ultraschall durchgeführt, um den Gefäßersatz zu überprüfen und mögliche weitere Aneurysmen rechtzeitig zu erkennen.
Einem Aneurysma vorzubeugen, ist nur bedingt möglich. Empfohlen wird jedoch, auf den Konsum von Tabak und Alkohol zu verzichten oder ihn zumindest einzuschränken, da diese Genussmittel als Risikofaktoren für Arterienverkalkung und zu hohen Blutdruck gelten. Auch zu hohe Blutfettwerte und Übergewicht können die Entstehung eines Aneurysmas begünstigen. Um Gefäßerkrankungen wie einem Aneurysma vorzubeugen, wird grundsätzlich ein gesunder Lebensstil empfohlen, zu dem ausreichend Bewegung und eine ausgewogene Ernährung gehören.
Hier ist Platz für Ihre Meinung zu diesem Artikel.
Lesermeinung schreiben |
23.05.12 | |
![]() | ANEURYSMA |
14.05.12 | |
![]() | ANEURYSMA |
13.05.12 | |
![]() | ANEURYSMA |
![]() | ANEURYSMA |
04.05.12 | |
![]() | ANEURYSMA |
Stellen Sie eine Frage oder lesen Sie mehr im Aneurysma Forum

