9. Juni 2009
Die Behandlung eines anaphylaktischen Schocks findet auf der Intensivstation statt. Vorbeugen kann man nur bedingt.
Zeigt ein Patient entsprechende Symptome, muss sofort ein Arzt verständigt werden. Bis der Arzt eintrifft, sollte der Patient beruhigt werden und seine Beine hochgelegt werden. Besteht eine Bewusstlosigkeit, droht für den Patienten die Gefahr zu ersticken. Er sollte daher in die stabile Seitenlage gebracht werden. Wenn der Patient nicht mehr atmet und auch kein Pulsschlag mehr zu spüren ist, müssen die Helfer umgehend mit der Herzdruckmassage und einer Mund-zu-Nase-Beatmung beginnen, bis sie vom Notarzt abgelöst werden.
Der Notarzt legt dem Patienten einen Zugang in die Vene, über den Medikamente wie Adrenalin sowie eine Infusion verabreicht werden. Die Infusion versorgt den Körper wieder mit Flüssigkeit und regt so den Kreislauf an. Sofort im Anschluss wird der Patient mit dem Rettungswagen auf die Intensivstation des nächsten Krankenhauses gebracht. Hier wird der Patient rund um die Uhr bewacht, da ein weiterer anaphylaktischer Schock auftreten kann.
Ist die genaue Allergie noch nicht bekannt, erfolgt ein Allergietest. Hier gibt es verschiedene Testverfahren. Beim so genannten Pricktest werden zum Beispiel verschiedene mögliche Allergie auslösende Lösungen auf den Unterarm des Patienten gegeben. Die Haut wird leicht eingeritzt, so dass die Lösungen in den Körper gelangen können. Rötet sich die Haut an einer Stelle, ist der Patient auf diesen Stoff allergisch.
Je nachdem, welche Allergie vorliegt, kann diese im Rahmen einer Hyposensibilisierung therapiert werden. Dem Patienten werden dazu geringste Mengen seines Allergie auslösenden Stoffes gespritzt. Verträgt er diese Behandlung, wird die Menge der Lösung von Behandlung zu Behandlung gesteigert. Die gesamte Behandlung dauert in der Regel drei Jahre an. Nach jeder Behandlung muss der Patient etwa eine halbe Stunde in der Arztpraxis unter Beobachtung bleiben, da auch hier das Risiko eines anaphylaktischen Schocks droht.
Kann die Allergie nicht mit dieser Methode behandelt werden, so bekommt der Patient einen kleinen Notfallkoffer, mit einem Medikament, das ihm im Notfall auch ein Angehöriger spritzen kann.
Allergiker können nur versuchen, die Allergie auslösenden Substanzen zu meiden oder sich im Rahmen einer Hyposensibilisierungsbehandlung therapieren zu lassen. Ist beides nicht möglich, müssen sie verantwortungsvoll mit ihrer Allergie umgehen und sollten immer den Notfallkoffer bei sich tragen.
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