9. Juni 2009
Je nach Größe des Tumors wird dieser durch eine Strahlen- oder Chemotherapie behandelt oder operativ entfernt. Dem Analkarzinom kann man nur bedingt vorbeugen.
Meist wird der Analkrebs in Form einer Kombinationstherapie aus Strahlen- und Chemotherapie behandelt. Diese zeigt den größten Erfolg. Das Tumorgebiet wird hier weiträumig bestrahlt. Im Rahmen der Chemotherapie erhält der Patient hochwirksame Medikamente, die so genannten Zytostatika. Neun von zehn Patienten überleben mit dieser Methode die ersten fünf Jahre. Nebenwirkung dieser Behandlung sind oftmals starker Durchfall sowie eine unangenehme Entzündung im Bereich des Afters. Nach der Behandlung ist oftmals eine Operation notwendig, bei der ein künstlicher Darmausgang gelegt wird, da einige Patienten ihre Stuhlausscheidung nicht mehr kontrollieren können und stuhlinkontinent werden.
Eine Operation bringt meist nur einen geringeren Erfolg als die Strahlen-/Chemotherapie. Daher wird sie kombiniert mit der Strahlentherapie eingesetzt. Zuerst wird der Tumor im Rahmen der Operation entfernt und anschließend das Tumorgebiet bestrahlt.
Nachteil der Operation ist mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Stuhlinkontinenz und somit das Nötigwerden eines künstlichen Darmausganges. Bei der Operation ist die Wahrscheinlichkeit wesentlich höher als bei der Strahlen-/Chemotherapie. Auch Verwachsungen oder ein Darmverschluss können Folgeerkrankungen der Operation sein.
Eine weitere Behandlungsmöglichkeit ist die so genannte Hyperthermie. Hier wird die Tumorregion auf über vierzig Grad erwärmt und anschließend (oder auch zuvor) eine Strahlentherapie durchgeführt.
Nur bedingt kann man einem Analkarzinom vorbeugen. Da Analverkehr ein Risikofaktor für die Erkrankung ist, sollte man grundsätzlich Kondome verwenden.
Auch eine gesunde und vitaminreiche Ernährung tragen zu einer gesunden Darmflora bei.
Sowohl Frauen als auch Männer sollten die Vorsorgeuntersuchungen nutzen. Hier wird der Enddarm abgetastet und auch ein Stuhltest durchgeführt. Der Patient muss dazu eine Stuhlprobe auf das so genannte "Stuhlbriefchen" geben. In der Arztpraxis wird eine bestimmte Lösung darauf gegeben, die unsichtbares (okkultes) Blut sichtbar machen kann. Der sogenannte Haemoccult-Test ist Teil der Krebsvorsorge.
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