Die Ursache für die Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) ist unbekannt. Bei Menschen, die unter der so genannten Charcot-Krankheit leiden, kommt es zur Erkrankung der für die Muskelbewegungen verantwortlichen Nervenzellen. Die Folgen sind Lähmung, Muskelschwund und Spastik, die nach drei bis fünf Jahren meist zu einer tödlich endenden Lungenentzündung führen.
Bei der Amyotrophen Lateralsklerose (ALS) handelt es sich um eine degenerative Erkrankung des Nervensystems, bei der es zu einer zunehmenden Muskelschwäche kommt. Man bezeichnet sie auch als Myatrophe Lateralsklerose oder Amyotrophische Lateralsklerose.
Kennzeichnend für die Amyotrophe Lateralsklerose ist eine schnell voranschreitende Degeneration von bestimmten Nervenzellen des zentralen Nervensystems, die für Bewegungen der Muskeln verantwortlich sind. Dadurch kommt es zu Bewegungseinschränkungen und zunehmender Kraftlosigkeit. Das Bewusstsein des Erkrankten, seine intellektuellen Fähigkeiten sowie seine Wahrnehmung werden jedoch zumeist nicht beeinträchtigt.
Unterteilt wird die Amyotrophe Lateralsklerose in eine sporadische, endemische oder familiäre Form. Die Diagnose wird durch neurologische Untersuchungen gestellt.
Obwohl die Amyotrophe Lateralsklerose weltweit auftritt, ist sie eine sehr seltene Krankheit, an der nur ein bis drei Menschen von 100.000 pro Jahr erkranken. Dabei sind Männer häufiger betroffen als Frauen. Zumeist kommt es zwischen dem 50. und 70. Lebensjahr zum Ausbruch der Erkrankung.
Wodurch die Amyotrophe Lateralsklerose ausgelöst wird, ist bislang unbekannt. Zumeist tritt die Krankheit sporadisch auf. Bei etwa zehn Prozent der Fälle spielen genetische Gründe eine Rolle.
Die Symptome der Amyotrophen Lateralsklerose können von Fall zu Fall unterschiedlich sein. Bei einem Viertel der Erkrankten kommt es zuerst zu Kraftverlust in den kleinen Muskeln der Hände. Später treten Verkrampfungen der Beine auf. Schließlich werden auch weitere Muskelgruppen und die Hirnnerven in Mitleidenschaft gezogen.
Bei weiteren 25 Prozent der ALS-Patienten kommt es zu Krämpfen und Lähmungen in Beinen und Füßen. Später werden auch die Gesichts-, Zungen- und Lippenmuskeln beeinträchtigt. Weitere Beschwerden können unwillkürliche Bewegungen der betroffenen Muskeln, fehlende Muskelreflexe sowie unkontrolliertes Lachen oder Weinen sein.
Die Prognose für die Amyotrophe Lateralsklerose ist sehr ungünstig. In den meisten Fällen verläuft sie nach etwa drei Jahren tödlich, da es keine Heilungsmöglichkeiten gibt. Die Behandlung beschränkt sich daher zumeist auf die Linderung der Symptome.
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