20. Juni 2004
Aus dem Toxin der Grünen Mamba, einer der gefährlichsten afrikanischen Giftschlangen, hoffen Forscher einen Wirkstoff zur Behandlung der Alzheimer-Erkrankung entwickeln zu können, berichtet das Apothekenmagazin Gesundheit. Der Mamba-Biss löst schmerzhafte Muskelkrämpfe aus, die zum Tod durch Atemlähmung führen.
Der zugrunde liegende biochemische Mechanismus kann bei dosierter Gabe des Wirkstoffes aber auch nützliche Folgen haben – etwa für die Behandlung der Alzheimer-Erkrankung. Bei diesem Leiden kommt es zu einem Mangel an dem Nervenbotenstoff Acetylcholin.
Heutige Medikamente sorgen dafür, dass ACH nicht so schnell abgebaut wird. Das Gift der Grünen Mamba könnte aber geeignet sein, die Freisetzung von ACH zu verstärken. Dies wäre ein völlig neuer Ansatz zur Therapie des bisher unheilbaren Gedächtnisverlustes.
Die Forschung steht aber noch am Anfang. Bis zur anwendungsreifen Medizin können noch Jahre vergehen.
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