15. Juni 2011
Osama Sabri ist Direktor für Nuklearmedizin am Universitätsklinikum Leipzig. Am Dienstag stellte er das Ergebnis einer internationalen Studie vor, die mit 89 Alzheimer-Patienten und 69 Gesunden an Kliniken in den USA, Australien, in der Schweiz und in Leipzig durchgeführt wurde.
Man injizierte den Probanden die schwach radioaktive Marker-Substanz Florbetaben in den Arm. Die Substanz lagert sich im Gehirn an und macht das Eiweiß Beta-Amyloid sichtbar. Dieses Eiweiß gilt als Alzheimer-Auslöser. Das besondere an dieser Studie ist, dass man mit dieser Technik Alzheimer schon im Frühstadium erkennen kann, nämlich 10 bis 15 Jahre vor Ausbruch der Erkrankung. Bis jetzt gibt es noch nicht viele Medikamente zur Behandlung von Alzheimer im Frühstadium, aber die Wissenschaft forscht daran.
In Deutschland gibt es derzeit etwa 1,2 Millionen Demenz-Kranke, davon leidet ein Großteil unter Alzheimer.
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