25. März 2004
Seit 1995 in Berlin die erste Wohngemeinschaft für Demenzkranke gegründet wurde, sind deutschlandweit etwa 250 solcher Zusammenschlüsse entstanden. Sechs bis acht Pflegebedürftige leben in einer Wohnung. Das deutsche Heimgesetz würde solche Einrichtungen aber teuer und kompliziert machen, wenn die Initiatoren nicht phantasievoll vorgehen.
Wie der Pionier dieser Betreuungsform, Klaus Pawletko, Geschäftsführer des Vereins „Freunde alter Menscher e.V.“ im Gesundheitsmagazin Apotheken Umschau berichtet, mietet der Verein die Wohnung und jeder Pflegebedürftige vom Verein ein Zimmer. Ein Pflegedienst schließt Einzelverträge mit jedem Bewohner. Nicht nur die Demenzkranken profitieren von den im Vergleich zum Heim übersichtlichen und persönlichen Strukturen. Auch das Personal ist sehr zufrieden.
Während Überforderung und Burn-out in Heimen ständige Probleme sind, sagt Klaus Pawletko über das WG-Personal: „Berufswechsel kommen praktisch nicht vor.“
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