31. Januar 2012
Bei der Alzheimerkrankheit handelt es sich um den Verfall der geistigen Leistungsfähigkeit. Wer an Alzheimer erkrankt, sollte rechtzeitig Maßnahmen treffen, um sich darauf vorzubereiten.
In der Medizin bezeichnet man die Alzheimerkrankheit (AK) auch als Demenz vom Alzheimer-Typ oder Morbus Alzheimer. Bei dieser neurodegenerativen Erkrankung, von der vor allem Menschen ab 65 Jahren betroffen sind, kommt es zu einem zunehmenden Verfall der geistigen Leistungsfähigkeit. Am Ende steht der totale Verlust der Persönlichkeit. Obwohl die Alzheimerkrankheit bislang nicht geheilt werden kann, ist es dank verbesserter Behandlungsmethoden immerhin möglich, sie zu verlangsamen.
Die Diagnose Alzheimer ist für die Betroffenen meist ein schwerer Schlag. Dennoch sollten sie die Zeit nutzen, sich auf die Krankheit entsprechend vorzubereiten und alle erforderlichen Dinge zu regeln. Dazu gehört auch, sich Verwandten und Freunden anzuvertrauen und mit diesen offen über die Krankheit zu reden.
Zudem ist es wichtig, sich über Alzheimer gut zu informieren. Hilfreich kann auch der Kontakt zu Selbsthilfe-Organisationen wie der Deutschen Alzheimer Gesellschaft sein. Darüber hinaus sollte man mit seinen Angehörigen über die Zukunft sprechen. So muss geregelt werden, wo und mit wem der Erkrankte in der nächsten Zeit leben möchte. Dabei sollte man nicht davor zurückschrecken, unangenehme Fragen wie die Pflege im fortgeschrittenen Stadium anzusprechen.
So ist es wichtig, sich darüber klar zu werden, ob man in seiner Wohnung bleibt und einen ambulanten Pflegedienst in Anspruch nimmt, oder sich in die Obhut eines Pflegeheims begibt. Nur durch eine frühzeitige Klärung dieser Dinge lässt sich Sicherheit für alle Familienmitglieder erzielen.
Um die komplizierten rechtlichen und finanziellen Fragen zu klären, ist es ratsam, einen Anwalt in Anspruch zu nehmen. Mit diesem kann gegebenenfalls auch eine Betreuungs- und Patientenverfügung aufgesetzt werden. Die Unterschriften für Verfügungen und Vollmachten haben allerdings nur dann Gültigkeit, wenn beim Erkrankten zu diesem Zeitpunkt noch volle Geschäftsfähigkeit besteht.
Ist ein Alzheimer-Patient noch berufstätig, muss er sich auf den Ruhestand vorbereiten. Für den Fall, dass man ein Geschäft besitzt, ist zu entscheiden, was aus diesem werden soll.
In den eigenen vier Wänden sind ebenfalls verschiedene Vorkehrungen zu treffen. So sollten rechtzeitig Stolperfallen oder zerbrechliche Gegenstände aus der Wohnung entfernt werden, um die Unfallgefahr zu vermindern. Darüber hinaus wird empfohlen, für die Abgabe des Führerscheins zu sorgen.
Wichtig ist, trotz der Alzheimer-Diagnose nicht die Freude am Leben zu verlieren. Stattdessen sollte man sich den Dingen widmen, die man gerne tut und die verbleibende Zeit mit Angehörigen und Freunden nutzen. Auch seine Hobbys braucht man nicht aufzugeben. Mitunter lässt sich durch das Befassen mit geistigen Herausforderungen der Ablauf der Krankheit sogar verlangsamen.
Hier ist Platz für Ihre Meinung zu diesem Artikel.
Lesermeinung schreiben |
18.05.12 | |
![]() | ALZHEIMER |
04.05.12 | |
![]() | ALZHEIMER |
18.04.12 | |
![]() | ALZHEIMER |
13.04.12 | |
![]() | ALZHEIMER |
10.03.12 | |
![]() | ALZHEIMER |
Stellen Sie eine Frage oder lesen Sie mehr im Alzheimer Forum


Der Ratgeber Alzheimer-Krankheit: Antworten auf die häufigsten Fragen zu der Krankheit Alzheimer von Günter Krämer.