4. Februar 2011
Menschen, die an Demenz bzw. Alzheimer erkrankt sind, sind in ihren sprachlichen Fähigkeiten mit der Zeit meistens eingeschränkt. Das bedeutet aber auch, dass sie sich über Schmerzen nicht gut äußern können.
Für viele Alzheimerpatienten ist der Weg durch die Krankheit auch ein schmerzhafter, denn sie bekommen wegen körperlicher Beschwerden seltener eine Schmerztherapie als gleichaltrige Patienten ohne Demenz. Der Grund ist, dass die Erkrankten oft Probleme haben, sich richtig auszudrücken.
Sowohl die Art der Schmerzen als auch die Zeiträume, in denen sie auftreten, sind für Alzheimerpatienten sehr schwer zu beschreiben. Häufig funktioniert auch das Kurzzeitgedächtnis nach und nach immer schlechter, sodass ein Patient sich am Nachmittag an morgendliche Schmerzen oft nicht mehr erinnern kann. Das macht es für die Betroffenen sehr unangenehm, denn die Schmerzen spüren sie trotzdem.
Entsprechend wichtig ist es, die Person oft und zu verschiedenen Zeiten nach ihrem Befinden zu fragen. Das gilt sowohl für Angehörige als auch für das Pflegepersonal in Heimen und Krankenhäusern. Dazu ist es wichtig, den Patienten genau zu beobachten, denn oft spricht die Körpersprache Bände: Ein in Falten geworfenes Gesicht, eine zusammengekauerte Haltung, häufiges Stöhnen und aggressive Reaktionen auf Berührungen sind starke Zeichen dafür, dass der Mensch unter körperlichen Schmerzen leidet.
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