10. Juli 2009
Forscher der Universität Göteborg haben herausgefunden, dass bei der Entstehung einer Alkoholabhängigkeit das sogenannte Hungerhormon Ghrelin eine bedeutende Rolle spielt. Laut der Wissenschaftlerin führt das Hormon, das als Hungersignal vom Magen produziert wird, zumindest bei Mäusen zu einem gesteigerten Alkoholkonsum.
In Tests wurde das Hormon direkt ins Belohnungszentrum von Mäusen gespritzt. Anschließend entschieden sie sich eher für alkoholische Getränke als für reines Wasser. Sobald es fehlt, wird im Hirn keine Aktivität des Belohnungszentrums bewirkt - dies wiederum führt dann in den meisten Fällen zu einer Suchterkrankung.
Wenn sich diese Erkenntnisse auf den Menschen übertragen lassen, gäbe es eventuell einen vielversprechenden Ansatz, wie man eine Alkoholabhängigkeit therapieren könnte, so die Wissenschaftler.
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