10. Februar 2009
Nach einer Infektion mit dem HI-Virus, woraus die Krankheit Aids (Acquired Immune Deficiency Syndrome) entstehen kann, reagieren die Betroffenen unterschiedlich darauf, was aber von seinen Genen abhängt, wie Forscher von der Charité in Berlin und des Robert Koch-Instituts feststellten.
Hierbei handelt es sich um den Zellrezeptor "Toll-like", der auch bei anderen Infektionskrankheiten, beispielsweise Tuberkulose oder Hepatitis C, eine Rolle spielt. Durch die Aktivierung der Rezeptoren durch die Viren werden verschiedene Botenstoffe in den Zellen frei, die entweder die Viren verbreiten oder bekämpfen, wie das Interferon Alpha. Die Menge von der Ausschüttung des Interferons ist aber von dem Rezeptor abhängig, der aber wiederum von den Genen abhängt. Die Wissenschaftler haben für ihre Studie 1.279 Teilnehmer untersucht, wobei 734 HIV-positiv waren.
Die Erkrankung bei den Infizierten verlief bei denen, die eine Mutation des Rezeptors "Toll-like" hatten, wesentlich schneller als bei den anderen. In der Zukunft könnte man, durch eine rechtzeitige Erkennung, die Betroffenen eventuell besser behandeln. Vielleicht ist darin auch ein Grund vorhanden, dass eine HIV-Infektion bei Frauen und Männern unterschiedlich abläuft, denn der "Toll-like" Rezeptor befindet sich auf dem X-Chromosom.
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