
von Eike Uhlich
Beim Lesen der Briefe, die während eines 8-wöchigen ärztlichen Einsatzes in den Slums von Nairobi geschrieben wurden, schauen wir in das eine, das erste Gesicht Afrikas, das schlimme, elende, fast hoffnungslose der Kranken, Ärmsten und Verlassenen. Und wir erkennen dort die Fratze der größten aller Seuchen seit den Zeiten der Pest: AIDS. Es sind erschütternde und bewegende Einzelschicksale, die uns kaum mehr los lassen. Aber dann nehmen wir während der kurzen Pausen am Wochenende teil an Safaris in die zweite, die fremde und farbenprächtige Tier- und Pflanzenwelt Kenyas. Das Büchlein mit seinen 100 Seiten ist kein Reisebericht, noch viel weniger eine medizinische Facharbeit, sicher auch keine "große Literatur". Vielleicht sind die "Briefe aus zwei Welten" eher ein sehr persönlich gehaltenes Zeitdokument aus dem heutigen Afrika, das zum Nachdenken anregen soll.
25.07.12 | |
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