Merkmale verschiedener Hypovitaminosen auf einen Blick - von Vitamin A-Mangel bis Vitamin-K-Mangel

Grafik männlicher Körper, Mann hält sich am Kopf, Kopfschmerzen

Wie sich ein Vitaminmangel zeigt, welche Auswirkungen er auf die Gesundheit hat und wie er therapiert wird

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  • von Paradisi-Redaktion

Bei der so genannten Hypovitaminose handelt es sich um einen Vitaminmangel. Der Mangel kann aufgrund verschiedener Ursachen auftreten und sich durch ganz unterschiedliche Symptome äußern.

Inhaltsverzeichnis des Artikels

Immer mehr Menschen entscheiden sich für eine gesunde Lebensweise mit viel Bewegung und ausgewogener Ernährung. Und angesichts des enormen Angebots an gesunden Lebensmitteln in den Supermärkten sollte zumindest die Sache mit der ausgewogenen Ernährung kein Problem darstellen.

Ursachen eines Vitaminmangels

Trotz allen Überflusses in den Obst- und Gemüseabteilungen kann es jedoch immer mal wieder zu einem Mangel an bestimmten Vitaminen kommen. Denn auch wer sich vermeintlich gesund ernährt, kann unter Mangelerscheinungen leiden, wenn er sich zu einseitig ernährt. Es kann also nicht nur durch eine zu geringe Nahrungsaufnahme zu einem Mangel kommen, sondern auch durch eine zu unausgewogene Ernährung.

Die Ursache für einen Vitaminmangel kann jedoch nicht nur in einer mangelnden oder fehlenden Nahrungsaufnahme begründet liegen. Auch Stoffwechselkrankheiten, Medikamenteneinnahme oder Stress können die Ursache für eine Hypovitaminose sein.

Symptome eines Vitaminmangels

Die Symptome eines Mangels sind häufig nicht so einfach zu erkennen. Manchmal werden die Symptome auch einfach übersehen. Bei

denkt zum Beispiel nicht jeder sofort an einen Vitaminmangel. Auch bei Symptomen wie

wird nicht immer gleich an einen Vitaminmangel gedacht. Die Symptome können bei einer Hypovitaminose also relativ unspezifisch sein. Und einige Symptome sind auch nicht weiter bedenklich.

Doch es gibt auch Symptome, bei deren Auftreten dringend ein Arzt aufgesucht werden sollte. Das gilt zum Beispiel bei:

Aber auch vermeintlich unbedenkliche Symptome wie Kopfschmerzen oder Müdigkeit sollten ärztlich untersucht werden, wenn die Symptome länger als vier oder fünf Tage am Stück anhalten.

Behandlung eines Vitaminmangels

Wenn der Arzt anhand von Blutuntersuchungen festgestellt hat, dass eine bestimmte Hypovitaminose vorliegt, dann kann er eine entsprechende Behandlung einleiten.

Wurde der Vitaminmangel durch eine mangelnde oder fehlerhafte Ernährung ausgelöst, dann lässt sich dieser Mangel durch eine Ernährungsumstellung meist innerhalb kurzer Zeit wieder beheben. Ist der Mangel behoben, dann verschwinden auch die Symptome wieder.

Kommt es jedoch trotz ausreichender, vitaminreicher Ernährung zu einem Vitaminmangel, dann muss der Arzt zunächst nach der Ursache suchen, die den Mangel ausgelöst hat. Dabei kann es sich zum Beispiel um eine Resorptionsstörung handeln.

Bei dieser Störung kann der Körper bestimmte Stoffe nicht aufnehmen oder nicht gut genug verwerten. Das kann zum Beispiel bei einer Darmerkrankung der Fall sein.

Aber auch andere organische Erkrankungen oder die Einnahmen von Medikamenten können dazu führen, dass der Körper nicht ausreichend mit Vitaminen versorgt wird, obwohl man ihm diese in ausreichender Menge zuführt. In diesem Fall müssen die eigentlichen Ursachen (Erkrankungen) behandelt werden.

Neben den körperlichen Ursachen gibt es auch psychische Gründe, wie starker Stress oder Traumata, die eine Aufnahme von Vitaminen erschweren. Auch hier muss zunächst die Ursache erkannt und bekämpft werden, damit der Vitaminmangel wieder behoben werden kann.

Im Folgenden gehen wir näher auf die unterschiedlichen Hypovitaminosen ein.

Vitamin-A-Mangel

Vitamin A kann vom Körper nicht gebildet werden und muss über die Nahrung aufgenommen werden. Zu einem Mangel kann es aber nicht nur durch eine mangelhafte Ernährung sondern auch durch zahlreiche Erkrankungen kommen. Ein Mangel an Vitamin A kann schwere körperliche Folgen nach sich ziehen.

Ursachen für einen Vitamin-A-Mangel

Zunächst einmal kann es bei unzureichender Aufnahme des Vitamins zu einem Mangel kommen, denn der Körper kann das Vitamin nicht selber bilden. In unseren Breiten wird ein Mangel an Vitamin A allerdings nur selten durch eine Mangelernährung ausgelöst.

Allerdings ist Vitamin A nur in tierischen Produkten enthalten. Obst und Gemüse enthalten lediglich eine Vorstufe des Vitamins, das Provitamin A. Dieses wird erst im Darm in Vitamin A umgewandelt.

Wer regelmäßig tierische Produkte wie Milchprodukte, Eier oder Fisch und gelbes oder rotes Gemüse isst, der kann den empfohlenen Tagesbedarf von 1,1 mg problemlos decken.

Organische Störungen

Häufiger als eine mangelhafte Ernährung sind organische Störungen der Grund für einen Vitamin-A-Mangel. Oft ist ein gestörter Fettstoffwechsel der Grund. Denn dieser ist für die Aufnahme des fettlöslichen Vitamins unbedingt notwendig.

Doch nicht nur ein gestörter Fettstoffwechsel im Darm, auch eine schlechte Verdauung kann zu einer mangelnden Aufnahme von Vitamin A führen. Ebenso können Teilentfernungen des Darms durch eine Operation oder Parasiten im Darm die Ursache für die Mangelerscheinung sein.

Neben dem Darm ist auch die Leber oft der Grund für einen Vitamin-A-Mangel. Die Leber produziert nämlich den Eiweißstoff, der notwendig ist, um das Vitamin A im Blut zu transportieren.

Diese Transporteiweißstörung wiederum ist oft die Folge einer chronischen Lebererkrankung, die auf einen Zinkmangel zurückzuführen ist. Zudem ist die Leber auch ein wichtiger Speicher von Vitamin A.

Tagesbedarf

Der empfohlene Tagesbedarf an Vitamin A bezieht sich übrigens nur auf den Bedarf gesunder Menschen. Es gibt auch Personengruppen die einen erhöhten Bedarf an Vitamin A haben.

Dazu zählen zum Beispiel Menschen mit:

Aber auch das dauerhafte Einatmen unsauberer Luft, erhöhter Stress oder eiweißreiche Ernährung erhöhen den Bedarf an Vitamin A.

Folgen eines Vitamin-A-Mangels

Der Körper benötigt Vitamin A unter anderem für:

  • die Bildung roter Blutkörperchen
  • die körpereigene Abwehr gegen Infektionen
  • den Fett- und Eiweißstoffwechsel
  • den Aufbau und das Wachstum von Knochen
  • die Bildung der Geschlechtshormone

Ein Mangel an Vitamin A kann sich demnach negativ auf alle diese Funktionen auswirken. Daraus ergeben sich zum Beispiel:

Darüber hinaus wirkt sich ein Mangel an Vitamin A auch auf die Sehfähigkeit aus. So kann es zum Beispiel zur so genannten Nachtblindheit kommen. Auch die Austrocknung der Augenhornhaut und der Augenbindehaut können die Folge eines Vitamin-A-Mangels sein.

Doch die Folgen können noch dramatischer sein. Unter anderem kann der Mangel an Vitamin A zur Erhöhung der Hirnflüssigkeit führen. Und das kann wiederum zu einer Schädigung des Hirns führen.

Selbst für das noch ungeborene Kind im Mutterleib kann ein Vitamin-A-Mangel schlimme Folgen haben. Hier kann es zum Beispiel zu Fehlbildungen der Geschlechtsorgane, des Magen-Darm-Trakts und des Gehörs kommen.

Zudem kommt es bei Frauen mit Vitamin-A-Mangel häufiger zu Unfruchtbarkeit oder Fehlgeburten.

Vitamin-B1-Mangel und Vitamin-B2-Mangel

Die Vitamine B1 und B2 gehören zu den acht B-Vitaminen, die der Körper unbedingt benötigt, um verschiedene Funktionen aufrecht zu erhalten. Bei einem Mangel an diesen B-Vitaminen kann es zu verschiedenen Symptomen kommen. Ein stetiger Mangel kann zudem schwere gesundheitliche Schäden hervorrufen.

Tagesbedarf an Vitamin-B1 und Vitamin-B2

Zu einem Mangel an Vitamin B1 und Vitamin B2 kommt es bei gesunden Menschen kaum. Normalerweise kann der Tagesbedarf durch die Ernährung problemlos gedeckt werden. Die empfohlene Tagesmenge an Vitamin B1 liegt bei einem bis zwei Milligramm pro Tag. Wobei die tatsächlich benötigte Menge auch mit den Ess- und Trinkgewohnheiten (unter anderem erhöht Alkoholkonsum den Bedarf) zusammenhängt.

Der Tagesbedarf von Vitamin B2 liegt zwischen 1,5 Milligramm (Frauen) und 1,7 Milligramm (Männer) pro Tag. Da der Körper dieses Vitamin über die Darmbakterien teilweise selbst produzieren kann, muss nur wenig über die Nahrung aufgenommen werden.

Der Tagesbedarf der Vitamine B1 und B2 kann zum Beispiel über den Verzehr folgender Nahrungsmittel gedeckt werden:

Ursachen eines Vitamin-B1 und B2-Mangels

Da die Nahrungsaufnahme nur selten der Grund für einen Mangel an Vitamin B1 und B2 ist, kommen häufig nur Erkrankungen als Ursache in Frage. Häufig ist eine entzündliche Erkrankung des Darms (zum Beispiel Morbus Crohn) dafür verantwortlich, dass die Vitamine B1 und B2 nicht in ausreichender Menge vom Körper aufgenommen werden können.

Zu einem Mangel kann es außerdem bei Schwangeren oder stillenden Müttern kommen, da diese einen erhöhten Bedarf an diesen Vitaminen haben. Dies gilt auch für Personen mit erhöhtem Alkoholkonsum.

Zudem Grund für einen Vitamin-B2-Mangel können sein:

Folgen eines Vitamin-B1-Mangels

Die Symptome eines Mangels können sehr vielseitig und recht unspezifisch sein. So äußert sich ein Mangel an den Vitaminen B1 und B2 zum Beispiel durch:

Ein dauerhafter, starker Mangel an diesen Vitaminen kann jedoch noch deutlich schlimmere Folgen haben. Bei Vitamin B1 kann ein Mangel zum Beispiel zu schweren Schädigungen des Nervensystems führen.

Darüber hinaus braucht der Körper das B1 unbedingt, um Kohlehydrate in Energie umwandeln zu können. Fehlt es dem Körper an Vitamin B1 kann es zum Beispiel zu einer Muskelschwäche kommen. Dies kann bis zum Versagen des Herzmuskels und somit zum Tod führen.

Folgen eines Vitamin-B3-Mangels

Bei einem Mangel an dem Vitamin B2 kann unter anderem zu einer Verschlechterung des Sehens bis hin zum Grauen Star kommen. Bei besonders schweren Zuständen des Mangels kann es zu einer

  • ungewollten Gewichtsabnahme
  • Blutarmut und
  • Wachstumsstörungen

kommen.

Bei Schwangeren kann der Mangel dazu führen, dass das Kind mit Fehlbildungen zur Welt kommt. Bei diesen Fehlbildungen handelt es sich meistens um:

Vitaminmangel macht schlapp und müde
Vitaminmangel macht schlapp und müde

Vitamin-B3-Mangel und Vitamin-B5-Mangel

Die Vitamine B3 und B5 können dem Körper ganz einfach über die Nahrung zugeführt werden. Dennoch kommt es bei manchen Menschen zu einem Mangel. Und dieser Mangel kann zu gesundheitlichen Schäden führen.

Vitamin B3 wird vom Körper benötigt, um die Zellteilung im Körper aufrecht zu erhalten. Vitamin B5 wiederum unterstützt den Zellstoffwechsel. Beide Vitamine werden benötigt, um Energie aus der Nahrung gewinnen zu können.

Ursachen eines Vitamin-B3 und Viamin-B5-Mangels

Bei gesunden Menschen ist ein Mangel an den Vitaminen B3 und B5 eher selten. Jedoch kann es durch eine einseitige Ernährung trotzdem zu Mangelerscheinungen kommen. Hinter einer Mangelerscheinung können aber auch andere Erkrankungen stecken. So kommt es beispielsweise bei Personen mit chronischen entzündlichen Darmerkrankungen (wie Morbus Crohn) oft zu einem Vitaminmangel.

Risikogruppen

Darüber hinaus gibt es auch Personengruppen, die einen erhöhten Bedarf an den Vitaminen B3 und B5 haben. Dazu zählen unter anderem alkoholkranke Personen, bei denen der Mangel zunächst einmal dadurch entsteht, dass der Alkohol die Leber schädigt, wodurch die natürliche Produktion an Vitamin B3 vermindert wird.

Dann verhindert der Alkohol, dass die Vitamine über den Darm aufgenommen werden können. Und zu guter Letzt ernähren sich alkoholabhängige Menschen meist nicht sehr ausgewogen, wodurch ein Mangel ebenfalls wahrscheinlich wird.

Aber auch Schwangere und Personen, die regelmäßig Medikament wie Betablocker einnehmen, haben einen erhöhten Bedarf an Vitaminen.

Tagesbedarf und Vorkommen

Grundsätzlich wird der Bedarf an Vitamin B3 bei gesunden Menschen mit einem Wert von 15 bis 20 Milligramm (Frauen benötigen weniger) pro Tag angegeben.

Beim Vitamin B5 liegt der Tagesbedarf zwischen sechs und zehn Milligramm. Vitamin B5 wird zum Beispiel aufgenommen über:

Vitamin B3 befindet sich zum Beispiel in:

Folgen eines Vitamin-B3 und B5-Mangels

Ein Mangel an den Vitaminen B3 und B5 kann sich in ganz unterschiedlichen Symptomen zeigen. Sie reichen von eher unspezifischen bis hin zu schweren Symptomen wie:

Vitamin-B6-Mangel und Vitamin-B7-Mangel

Zu einem Mangel an Vitamin B6 und Vitamin B7 (auch als Biotin bekannt) kann es durch ganz verschiedene Gründe kommen. Ein Mangel an diesen Vitaminen kann sich durch unterschiedliche Symptome bemerkbar machen.

Tagesbedarf an Vitamin B6 und Vitamin B7

Gesunden Menschen, die sich ausgewogen ernähren, sind meist ausreichend mit Vitaminen versorgt. Die Vitamine B6 und B7 können unter anderem über Lebensmittel aufgenommen werden, wie beispielsweise:

Für Erwachsene wird eine tägliche Menge von 60 Mikrogramm Vitamin B7 empfohlen. Das Vitamin B6 sollte in einer Größenordnung von 1,6 Milligramm (Frauen) und 1,8 Milligramm (Männer) pro Tag aufgenommen werden.

Ursachen für einen Mangel an Vitamin B6 und B7 (Biotin)

Trotz ausgewogener Ernährung kann es zu einem Mangel kommen. Unter anderem dann, wenn ein erhöhter Bedarf besteht. Personen, die vermehrt Eiweiß aufnehmen (z.B. Sportler), benötigen zum Beispiel mehr Vitamin B6. Aber auch Schwangere und Personen, die regelmäßig bestimmte Medikamente (zum Beispiel Blutdrucksenker oder die "Pille") einnehmen, haben einen erhöhten Vitaminbedarf.

Neben einem erhöhten Bedarf können aber auch Erkrankungen die Ursache für einen Mangel sein. Besonders Darmerkrankungen können Schuld an einer verminderten Aufnahme von Vitamin B6 und B7 im Körper sein.

Folgen eines Mangels an Vitamin B6 und B7

Bekommt der Körper über die Nahrung zu wenig Vitamin B6 und B7 geliefert, dann macht sich dieser Mangel durch verschiedene Symptome bemerkbar. Bei den leichteren Symptomen eines Mangels handelt es sich zum Beispiel häufig um:

  • Appetitlosigkeit
  • Haarausfall
  • raue und rissige Haut
  • Müdigkeit

Bei einem schwerwiegenden Mangel an Vitamin B7 kommt es eher zum Beispiel zu:

Derzeit wird von Experten auch die Frage diskutiert, ob ein Mangel an Vitamin B7 die Ursache für den plötzlichen Kindstod sein könnte.

Bei einem schweren Mangel an Vitamin B6 kommt es zu:

  • Durchfall
  • Erbrechen
  • Hautendzündungen
  • Zungenentzündungen
  • eingerissenen Mundwinkeln

Viel schwerwiegendere Folgen eines Mangels können zum Beispiel sein:

  • Wachstumsstörungen bei Kindern
  • Blutarmut
  • Angststörungen
  • gestörten Bewegungsabläufen des Körpers

Auch eine Rückbildung der Nerven und damit verbundenen Wahrnehmungsstörungen und Lähmungen können auf einen Vitamin-B6-Mangel zurückzuführen sein. Vitamin B6 wird zudem unbedingt für den Eiweißstoffwechsel benötigt, ohne den zum Beispiel eine Bildung des roten Blutfarbstoffs Hämoglobin nicht möglich ist.

Vitamin-B9/B11-Mangel und Vitamin-B12-Mangel

Die Vitamine B9/B11 und B12 sind besonders wichtig für den Körper. Ein ausgeprägter Mangel an diesen Vitaminen kann schwere gesundheitliche Folgen haben. Und gerade an diesen wichtigen B-Vitaminen mangelt es vielen Menschen.

Das Vitamin B9/B11 wird im Allgemeinen auch als Folsäure bezeichnet. Zu einem Mangel an diesem Vitamin kommt es vor allem, weil die Menschen Schwierigkeiten damit haben, eine ausreichende Menge davon über die Nahrung aufzunehmen. Aus diesem Grund wird die Folsäure auch als "kritisches Vitamin" bezeichnet.

Vitamin B12 (Cobalamin) zählt zur Gruppe der wasserlöslichen B-Vitamine. Da der menschliche Organismus es nicht selbst herstellen kann, muss es ihm regelmäßig über die Nahrung zugeführt werden.

Für die Zellteilung und Blutbildung ist Vitamin B12 von großer Bedeutung. Das Gleiche gilt für die Funktionen des Nervensystems. So braucht der Organismus Cobalamin zur Herstellung des menschlichen Erbguts (DNA).

Reicht die Produktion von DNA nicht aus, sind die Körperzellen nicht in der Lage, sich zu teilen. Auch Blutzellen lassen sich nicht bilden. Von den Nervenscheiden wird Vitamin B12 wiederum benötigt, damit sie den Transport von Nervensignalen gewährleisten können.

Eine wichtige Rolle spielt Cobalamin auch beim Wachstum von Kindern. So kann ein Mangel an dem Vitamin Entwicklungsverzögerungen zur Folge haben.

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Der Körper braucht eigentlich nur wenig Vitamin D und B12, jedoch sind die meisten Senioren damit unterversorgt, obwohl sie sich meist richtig ernähren. Vitamin D kann zwar durch den Verzehr von Lachs, Eigelb, Margarine und Pilzen aufgenommen werden, jedoch reicht dies lange nicht aus um den Bedarf zu decken.

Das meiste Vitamin D wird vom Körper selber produziert, nämlich 80 bis 90 Prozent durch den Aufenthalt in der Sonne. Dabei genügt es laut den Wissenschaftlern, wenn sich ein Erwachsener ungefähr 15 Minuten mit bloßen Armen in der Mittagssonne aufhält. Vitamin D ist im Körper verantwortlich für starke Knochen und beugt Osteoporose vor, was gerade für Senioren besonders wichtig ist.

Ab 75 wird jedoch auch nicht mehr genug Vitamin D vom Körper gebildet, so dass ein Ersatzpräparat gute Dienste leisten kann. Eine weitere bedeutende Rolle im Alter spielt das Nervenvitamin B12. Ein Mangel macht sich oft in Unkonzentriertheit oder Verwirrtheit bemerkbar, man fühlt sich müde und schlapp. Hier kann es angezeigt sein, den Bedarf ebenfalls über ein Vitaminpräparat zu decken. Natürlich ist auch eine ausgewogene und gesunde Ernährung gerade für Senioren wichtig.

Tagesbedarf und Risikogruppen

Experten empfehlen eine tägliche Dosis von 400 Mikrogramm Folsäure. Die meisten Menschen nehmen jedoch meist weniger als 300 Mikrogramm Folsäure pro Tag zu sich. Für Frauen mit Kinderwunsch wird eine tägliche Folsäuremenge von 600 Mikrogramm empfohlen. Und Schwangere sollen sogar täglich 800 Mikrogramm des Vitamins zu sich nehmen.

Diese hohen Mengen können dem Körper dann nur noch über Nahrungsergänzungspräparate in ausreichender Konzentration zugeführt werden.

Neben Schwangeren gibt es noch weitere Personengruppen, die einen erhöhten Bedarf an Vitamin B9/B11 haben, dazu zählen:

  • Raucher
  • Kinder während der Wachstumsphase
  • Personen mit Schilddrüsenüberfunktion
  • Alkoholabhängige
  • chronisch kranke Menschen, die zum Beispiel an einer Darmerkrankung leiden

Ursachen für einen Mangel an Vitamin B9/B11 und Vitamin B12

Mangel an Vitamin B9/B11

Folsäure, beziehungsweise Vitamin B9/B11, kann vor allem über pflanzliche Lebensmittel aufgenommen werden. Meist ist ein Mangel an Folsäure auf einen mangelhaften Gemüsekonsum zurückzuführen. Folsäure findet man zum Beispiel in:

Mangel an Vitamin B12

Ein Mangel an Vitamin B12 tritt relativ häufig auf. Da dieses Vitamin vor allem über tierische Lebensmittel aufgenommen wird, sind vor allem Vegetarier oft von einem Vitamin-B12-Mangel betroffen.

Mit einem Anteil von ca. 30 Prozent sind vor allem ältere Menschen über 60 Jahre von Mangelerscheinungen betroffen. Als weitere Risikogruppen gelten Personen:

  • Menschen mit chronischen Magen-Darm-Krankheiten wie Morbus Crohn oder chronischer Gastritis
  • Nierenerkranke
  • Alkoholiker
  • Babys
  • schwangere und stillende Frauen
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Medikamente, die bei der Behandlung von Magengeschwüren zum Einsatz kommen, können die Aufnahme des Vitamins B12 in den menschlichen Körper erschweren. Dies haben US-Wissenschaftler herausgefunden.

Das Vitamin kommt fast nur in tierischen Produkten vor und ist wichtig für das gesamte Nervensystem, den Stoffwechsel, Blutbildung und Entgiftung des Körpers. Die Aufnahme von Vitamin B12 aus der Nahrung setzt eine normale Funktion des Magens, der Bauchspeicheldrüse und des Dünndarms voraus. Magensäure und Enzyme lösen Vitamin B12 aus Lebensmitteln.

Konsequenzen eines Vitamin-B-12-Mangels

Protonenpumpenhemmer (PPI), die als Säureblocker die empfindliche Magenschleimhaut schützen sollen, bewirken bei einer Einnahme von mehr als zwei Jahren eine um 65 Prozent erhöhte Gefahr eines Vitamin-B-12-Mangels. Konzentrationsschwierigkeiten, Lethargie, Blutarmut und Demenzerkrankungen können die Folge sein.

Vor allem Frauen und jüngere Menschen, so die Studie, können von den Auswirkungen der Präparate betroffen sein. Noch sind jedoch weitere Untersuchungen erforderlich, um das Risiko genau beurteilen zu können.

Allerdings kann auch eine gestörte Resorption (Aufnahme) des Vitamins im Körper für einen Mangel verantwortlich sein. Das ist zum Beispiel dann der Fall, wenn die Funktionen des Dünndarms gestört sind. Da das Vitamin B12 nur über den Dünndarm in den Körper aufgenommen werden kann, kann durch eine Erkrankung in diesem Bereich oder eine operative Entfernung des Dünndarms nicht aufgenommen werden. Dann muss das Vitamin B12 dem Körper über Injektionen zugeführt werden.

Eine weitere organische Ursache für einen Mangel kann eine gestörte Leberfunktion sein. Ebenso möglich sind sind operative Eingriffe, bei denen Teile des Magens entfernt werden. So benötigen die Betroffenen nach der Operation lebenslange Injektionen mit Vitamin B12.

Auch Alkoholismus kann einen Mangel an Cobalamin hervorrufen, weil dabei das Vitamin vom Darm schlechter aufgenommen wird. Als weitere mögliche Ursachen gelten eine exokrine Pankreasinsuffizienz (Unterfunktion der Bauchspeicheldrüse), die Einnahme von bestimmten Medikamenten wie H2-Rezeptor-Antagonisten und Protonenpumpenhemmern sowie Mangelernähung aufgrund von strenger veganischer oder vegetarischer Ernährung. In seltenen Fällen können auch erbliche Defekte der Grund für Cobalamin-Mangel sein.

Der tägliche Bedarf an Vitamin B12 wird mit etwa drei Mikrogramm angegeben. Vitamin B12 ist unter anderem enthalten in:

  • Eiern
  • Milch
  • Vollfettkäse
  • Rindfleisch
  • Lachs
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Eine neu entwickelte Atemtest-Methode kann einen Mangel an Vitamin B12 schnell und problemlos feststellen, wie US-Amerikanische Forscher von der University of Florida in Gainesville berichten.

Hierbei spielt das Kohlendioxid im Atem, das nach der Einnahme eines bestimmten Stoffes entsteht, eine entscheidende Rolle. Ein Mangel an Vitamin B12 kann sich auf das Gehirn- und Nervensystem sowie auch auf die Bildung der roten Blutkörperchen negativ auswirken. Bei dem zuvor eingenommenen Mittel handelt es sich um Natriumpropionat, was bei einem Mangel an Vitamin B12 weniger zersetzt wird und sich auf das Kohlendioxid auswirkt, was dann weniger im Atem zu finden ist.

Bei verschiedenen Tests haben die Wissenschaftler die neue Methode überprüft und als Ergebnis kann man sagen, dass diese schneller, innerhalb von etwa 20 Minuten, und auch zuverlässiger als bisherige Blutuntersuchungen sind. Doch sollen weitere Untersuchungen erst noch diese Tests bestätigen.

Folgen eines Mangels der Vitamine B9/B11 und B12

Ein Mangel an Folsäure (Vitamin B9/B11) und Vitamin B12 kann sich durch verschiedene Symptome bemerkbar machen, dazu zählen:

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Wie eine schwedische Studie zeigt, ist das Risiko bei älteren Männern für Knochenbrüche durch einen Mangel an Vitamin B12 bis zu 70 Prozent erhöht.

Besonders besteht dabei die Gefahr von Brüchen im Lendenwirbelbereich. Bei ihren Untersuchungen hatten die Forscher aber auch die anderen Faktoren, wie beispielsweise Rauchen und Übergewicht sowie Bewegungsmangel und die Knochendichte berücksichtigt.

Doch bevor man zu zusätzlichen Vitaminen B12 greift, sollte man auf eine gesunde Ernährung achten. So ist das Vitamin B12 besonders in Fleisch, Geflügel, Fisch und in Milchprodukten vermehrt zu finden.

Zusätzlich ist auch viel Bewegung die beste Vorbeugung gegen Knochenbrüche, wobei schon 30 Minuten täglich ausreichend sind. Auch sollte man mit dem Rauchen aufhören. An der Studie nahmen 1.000 Männer im Durchschnittsalter von 75 Jahren teil.

Perniziöse Anämie bei schwerwiegendem Vitamin B12 Mangel

Viel schlimmer als diese Symptome sind jedoch die Folgen, die bei einem ausgeprägten Mangel auftreten können. Bei einem starken Mangel an Vitamin B12 kann es zum Beispiel zu einer perniziösen Anämie (Blutarmut) kommen.

Diese Form der Blutarmut äußert sich nicht nur in Symptomen wie:

  • Blässe
  • Schwindel
  • Müdigkeit
  • Herzmuskelschwäche
  • Störungen des zentralen Nervensystems

Letzteres äußert sich unter anderem in kribbelnden Händen und Füßen. In schweren Fällen kann es sogar zu Lähmungserscheinungen kommen.

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Christine C. Tangney arbeitet am Rush University Medical Center im US-amerikanischen Chicago. In der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift "Neurology" berichtet sie über eine Studie mit 121 Menschen über 65. Bei den Probanden wurde mit Hilfe einer Blutprobe am Anfang der Studie festgestellt, ob sie unter einem Vitamin-B12-Mangel litten oder nicht.

Nach durchschnittlich vier Jahren wurde den Probanden ein Gedächtnis-Test abverlangt und ihr Gehirn mit einem Magnetresonanztomografen (MRT) gemessen. Es zeigte sich, dass die Personen mit Vitamin-B12-Mangel öfter an Demenz und Hirnschrumpfung litten, als die Personen, die keinen Vitamin-B12-Mangel hatten.

Vitamin-B12 ist in Hering, Leber und Schweinenieren in hoher Konzentration enthalten. Ob sich Demenzerscheinungen mit Nahrungsergänzungsmitteln auf Vitamin-B12-Basis verhindern lassen können, wird die Zukunft zeigen.

Das Hirn ist wie ein Muskel, der trainiert werden will. Mit zunehmenden Alter verlieren wir immer mehr geistige Fitness - das Gehirn schrumpft messbar. Dieser Vorgang ist normal und nicht aufzuhalten. Allerdings lohnt es sich, ihn so gut es geht zu verlangsamen.

Eine US-Studie hat ermittelt, dass die Aufnahme von Vitamin B12 dabei helfen kann. Wer beständig unter Vitaminmangel leidet, dessen Gehirn schrumpft schneller, was bedeutet, die geistige Fitness nimmt schneller ab.

Mangel an Vitamin B12 bewirkt Abnahme des Hirnvolumens

Was bewirkt der Mangel? Durch wenig Vitamin B12 steigen im Körper die Homocystein-Werte. Die Forscher betrachteten 121 Probanden mit einem Mangel an Vitamin B12 und erkannten, dass dieser Zustand vier Marker im Blut ansteigen lies:

  • 2-Methyl-Zitronensäure,
  • Cystathionin,
  • Methylmalonat und
  • Homocystein.

Nun führte man Tests zur geistigen Fitness durch und setzte alles in Relation zueinander. Es wurde deutlich, dass genau die Testpersonen schlecht abschnitten, deren vier Marker deutlich hohe Werte zeigten.

Besonders eine Erhöhung von Homocystein war sehr aussagekräftig. Die durch den Vitaminmangel herbeigeführten Erhöhungen bewirkten, dass das Hirnvolumen abnahm, das zeigten auch anschließend durchgeführte MRTs.

Vitaminvergabe soll einem Schrumpfen des Gehirns vorbeugen

Die große Hoffnung ist, dass man nun durch die Vergabe von Vitaminen die Werte der Marker nach unten regulieren kann und damit das Hirn vorm Schrumpfen schützt. Vielleicht könnte man so sogar Krankheiten wie Demenz lindern oder sogar besiegen.

Schwerwiegender Folsäuremangel

Auch ein Mangel an Folsäure kann schwerwiegende Folgen nach sich ziehen. So besteht bei einem Mangel zum Beispiel ein erhöhtes Risiko einer Arteriosklerose (Gefäßverkalkung). Diese wiederum kann zu Durchblutungsstörungen in den Extremitäten sowie im Herz und im Gehirn führen.

Zudem benötigt der Körper die Folsäure zur Produktion der roten und weißen Blutkörperchen sowie für die Bildung von Blutplättchen. Können die Blutzellen durch einen Mangel nicht voll ausgebildet werden, kann das unter anderem zu einer Blutarmut, einer verminderten Abwehr und einer erhöhten Blutungsneigung (Blutgerinnungsstörung) führen.

Außerdem benötigt der Körper das Vitamin B9/B11 zur Ausbildung der Erbsubstanz. Deshalb ist ein Folsäuremangel besonders in der Schwangerschaft problematisch. Denn hier kann der Mangel eine Fehlbildung des Kindes ("offener Rücken" oder Gaumenspalte) verursachen. Auch schwere Fehlbildungen des Gehirns beim Kind sind möglich. In vielen Fällen führt das dazu, dass das Kind schon im Mutterleib stirbt.

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Folsäure wird in der Medizin auch Folat genannt und ist für den Körper lebensnotwendig. Nur wenn Folsäure vorhanden ist, kann der Stoffwechsel einer Zelle funktionieren.

Schwangere werden mit Folsäure versorgt

Frauen bekommen dies spätestens bei einer Schwangerschaft durch ihren Gynäkologen gesagt, da sie nun aufgrund des heranwachsenden Kindes mehr Folsäure benötigen. Normalerweise sagt man, dass eine erwachsene Frau mindestens 200 Mikrogramm und am besten 400 Mikrogramm am Tag zu sich nehmen sollte und während einer Schwangerschaft gut die doppelte Menge von 800 Mikrogramm benötigen kann.

Viele greifen daher während der neun Monate auf Nahrungsergänzungsmittel zurück. Viele Studien haben gezeigt, dass diese Folsäurenaufnahme durch die werdende Mutter für das Kind wichtig ist, da es sonst zu Missbildungen oder gar Fehlgeburten kommen kann. Der werdende Vater stand in bisherigen Studien verständlicherweise außen vor, denn was soll seine Ernährung mit der Gesundheit des Ungeborenen zu tun haben?

Folsäuremangel der Erzeuger führt zu Schäden

Während der Schwangerschaft seiner Partnerin spielt seine Ernährung zwar in der Tat keine Rolle, doch es war dennoch ein Fehler, Folsäuremangel beim werdenden Vater nicht zu beachten. Eine aktuelle Studie hat nun nämlich gezeigt, dass starker Folsäuremangel bei der Zeugung ebenfalls der Gesundheit des späteren Kindes schaden kann.

Die Forschergruppe hatte mit männlichen Labormäusen gearbeitet, die bereits von Geburt an so gefüttert worden waren, dass sie an Folsäuremangel litten. Ansonsten waren sie jedoch vollkommen gesund und konnten sich nach der Geschlechtsreife mit gesunden und normal gefütterten Weibchen paaren. Die Forscher analysierten, wie der Mangel beim Männchen sich auf die Ungeborenen auswirken würde. Tatsächlich stieg die Rate der Fehlgeburten um 30 Prozent und es kam zu vermehrten Missbildungen. Die weitere Analyse des Spermas zeigte, dass die Informationen des väterlichen Folsäurestatus tatsächlich weitergeben wird.

Fazit der Studie ist daher, dass bei einer geplanten Schwangerschaft auch auf den Folsäurestatus des werdenden Vaters geachtet werden sollte und nicht allein auf den der Schwangeren.

Behandlung eines Vitamin-B-12-Mangels

Wurde der Vitamin-B12-Mangel durch eine Fehlernährung hervorgerufen, führt man dem Körper Cobalamin über Nahrungsergänzungsmittel zu. Sind Erkrankungen der Grund für die Mangelerscheinungen, müssen diese entsprechend behandelt werden, um die Ursache zu beheben.

Bei einem dauerhaften Mangel erhalten die Patienten mehrmals im Jahr intramuskuläre Spritzen mit Vitamin B12. Im Falle von Resorptionsstörungen ist es möglich, diese zu überwinden, indem die Cobalamindosis auf das tausendfache erhöht wird. In der Regel verabreicht man das Cobalamin zusammen mit Folsäure.

Vitamin-C-Mangel

Vitamin C ist das wohl bekannteste Vitamin. Auch die Folgen eines Mangels sind vielen Menschen bekannt. Dennoch tritt ein Vitamin-C-Mangel mit oft unbekannten Symptomen relativ häufig auf.

Ursachen für einen Vitamin-C-Mangel

Obwohl Vitamin C in zahlreichen Lebensmitteln vorkommt, kann es durchaus zu einer Unterversorgung kommen. Diese ist vor allem einer anhaltenden Fehlernährung geschuldet, die zum Beispiel durch den ständigen Verzehr von Fast Food zustande kommt.

Neben einer fehlerhaften oder zu einseitigen Ernährung kann auch eine Erkrankung hinter einem Vitamin-C-Mangel stehen. So kann der Körper zum Beispiel bei einer Magenschleimhautentzündungen oder anderen Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts oft nicht genügend Vitamin C aufnehmen oder verarbeiten.

Risikogruppen

Darüber hinaus kann auch ein erhöhter Bedarf zu einem Mangel führen. Dies trifft zum Beispiel zu auf:

  • Sportler
  • Schwangere
  • Kinder während des Wachstums
  • Rauchern
  • Alkoholikern
  • Personen, die aufgrund einer Nierenerkrankung zur Blutwäsche müssen

Tagesbedarf

Der normale Tagesbedarf an Vitamin C kann mit 100 Milligramm gedeckt werden. Da Vitamin C zu den essentiellen Vitaminen gehört und damit nicht vom Körper selbst produziert werden kann, muss es über die Nahrung aufgenommen werden.

Vitamin C ist in tierischen Lebensmitteln nur in geringen Mengen enthalten. Allerdings enthalten Obst und Gemüse reichlich Vitamin C. Einige gute Vitamin-C-Lieferanten sind unter anderem:

Zitrusfrüchte wie Orangen enthalten viel Vitamin C
Zitrusfrüchte wie Orangen enthalten viel Vitamin C

Folgen eines Vitamin-C-Mangels

Mangelerscheinungen treten erst dann auf, wenn die Unterversorgung mit Vitamin C schon länger als zwei bis vier Monate anhält. Die Symptome eines Mangels zeigen sich daher zunächst auch in eher harmloser Ausprägung.

Die ersten Symptome äußern sich zum Beispiel durch:

Hält der Mangel jedoch über einen längeren Zeitraum an, dann können die Symptome schlimmer werden. Es kommt dabei zu:

Funktion von Vitamin C im Körper

Vitamin C wird in den hormonbildenden Organen angereichert. Dort (in der Leber, Hirnanhangdrüse, Nebenniere) trägt es als Coenzym zur Bildung von Kollagen bei. Und dieses Kollagen wird für den Aufbau von Haut, Bindegewebe und Knochen benötigt.

Zudem ist Vitamin C wichtig für verschiedene andere Stoffwechselfunktionen, wie:

  • die Aufnahme von Eisen im Blut
  • die Verwertung von Folsäure
  • den Hormonstoffwechsel

Darüber hinaus gilt Vitamin C auch als ein "Radikalfänger", der die Zellen vor freien Radikalen (schädlichen Sauerstoffverbindungen) schützt. In der Funktion als zellschützendes Vitamin wird Vitamin C als wichtiger Unterstützer zur Vorbeugung diverser Krebserkrankungen angesehen. So schützt Vitamin C besonders vor Tumoren:

Vitamin-D-Mangel

Vitamin D gehört zu den fettlöslichen Vitaminen und kann über die Nahrung aufgenommen werden und vom Körper selbst produziert werden. Dennoch kann es zu einem Mangel kommen, der sich auf verschiedene Bereiche des Körpers auswirken kann.

Ursachen für einen Vitamin-D-Mangel

Bei vielen anderen Vitaminen kommt es durch eine zu geringe Aufnahme über die Nahrung zu einem Mangel. Auch bei Vitamin D kann die Ursache eine mangelnde Aufnahme durch die Nahrung sein.

Organische Erkrankungen

Weitere Ursachen für einen Mangel können Erkrankungen wie eine Leberzirrhose und Niereninsuffizienz sein. Das Vitamin D, welches vom Körper selbst produziert und über die Nahrung aufgenommen wird, muss von diesen beiden Organen erst "aktiviert" werden, da es sich zunächst nur um ein Provitamin handelt.

Um dem Körper als Vitamin D einen Nutzen bringen zu können, müssen Nieren und Leber das Provitamin also zunächst umwandeln. Ist die Funktion dieser Organe gestört, tritt daher häufig ein Mangel auf.

Risikogruppen

Ein Vitamin-D-Mangel kann auch durch die Einnahme von verschiedenen Medikamenten begünstigt werden. Zudem gibt es Personengruppen, die einen erhöhten Bedarf haben, wodurch die empfohlene Tagesmenge an Vitamin D nicht ausreicht. Zu diesen Personen zählen unter anderem:

  • Kinder in der Wachstumsphase
  • Schwangere und Stillende
  • Personen mit Erkrankungen der Schilddrüse
  • Personen mit Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse
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Für Schwangere und ihre Kinder ist Deutschland noch immer ein Vitamin-D Mangelgebiet. Gerade dieses Spurenelement ist für den Knochenaufbau eminent wichtig. Bekommt ein Säugling über längere Zeit zuwenig Vitamin-D, läuft er Gefahr an einer Rachitis (früher englisches Leiden) zu erkranken.

Die Erkenntnis zur aktuellen mangelnden Aufnahme des D-Vitamins folgte auf eine Untersuchungsreihe der Uni Gießen. Dort wurden unter Mithilfe von Ernährungswissenschaftlern und Ärzten Blutuntersuchungen von 48 schwangeren Frauen und später auch deren Kindern genommen. Die erschreckende Zahl zeigte, wie dramatisch wenig Vitamin-D bereitsteht. 90 Prozent der Mütter und 88 Prozent der Babys waren unterversorgt.

Auch wenn Vitamin-D vom Sonnenlicht gebildet wird, müssen unbedingt höhere Standards zur Einnahme ergänzender Vitamine gesetzt werden. Die minimalen Reserven bei Müttern und Kindern können mit entsprechenden Zusatzmitteln wieder aufgefüllt werden.

Tagesbedarf und Vorkommen

Die empfohlene Tagesdosis für Vitamin D liegt bei fünf Mikrogramm.

Dieser Bedarf wird gedeckt über den Verzehr von beispielsweise:

Da Vitamin D ein fettlösliches Vitamin ist, kann es nur zusammen mit Fett im Darm aus der Nahrung extrahiert und in den Körper aufgenommen werden. Eine fettreduzierte oder fettarme Diät kann also zu einer Unterversorgung führen.

Die gute Sache am Vitamin D ist, dass es zum Teil vom Körper in der Haut selbst gebildet werden kann. Allerdings benötigt der Körper dazu das UV-Licht der Sonne. Personen, die sich nur selten und kurz im Freien aufhalten, sind daher häufiger von einem Vitamin-D-Mangel betroffen.

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Vitamin D ist lebenswichtig und kann nur in geringen Mengen über die Nahrung aufgenommen werden. Es wird vor allen Dingen vom Körper hergestellt, wenn UV-Strahlen auf die Haut treffen. Ein Mangel kann daher auf zu wenig Zeit unter freien Himmel zurückgehen.

Forscher haben nun herausgefunden, dass bei manchen Menschen aber nicht einmal das Sonnenbad hilft, denn ihr Vitamin-D-Mangel ist genetisch bedingt. Dadurch steigt ihr Risiko für Krebs und die Lebenserwartung an sich kann geringer sein.

Die Studie

Dänische Forscher haben die genetischen Daten von 96.000 Menschen analysiert. Von 35.300 konnte außerdem der Spiegel an Vitamin D im Blut bestimmt werden, da entweder frisches Plasma vom Teilnehmer entnommen werden durfte, oder aber zuvor schon eine Probe in eingefrorener Form vorlag.

Je mehr Genvarianten desto höher die Gefahr

Nun konnten die Wissenschaftler analysieren, ob es zwischen einzelnen Genen und dem Auftreten eines Vitamin-D-Mangels einen Zusammenhang gibt. Sie wurden fündig: beim Allel "CYP2R1" und bei "DHCR7". In diesen beiden konnten verschiedene Genvarianten vorliegen, die das Risiko auf einen Mangel jeweils steigen ließen. Je mehr Variationen vorlagen, desto weiter stieg die Gefahr.

Die Forscher beobachteten zudem einen Anstieg für die Krebsgefahr und einen verfrühten Tod. Nur für Herzleiden stieg das Risiko nicht.

Wie soll man mit der Erkenntnis umgehen?

Wichtig ist die Erkenntnis, dass der Mangel tatsächlich auf die Gene zurückgehen kann und nicht immer auf einer ungesunden Lebensführung beruht. Wie man mit dieser neuen Erkenntnis jedoch umgehen soll, steht noch zur Diskussion. Manche sprechen sich dafür aus, den Betroffenen Nahrungsergänzungsmittel mit Vitamin D zu geben. Ob dies die Risiken wieder senken kann, muss aber noch in Studien untersucht werden.

Folgen eines Vitamin-D-Mangels

Bei einem Mangel an Vitamin D können zunächst recht unspezifische Symptome auftreten, dazu zählen zum Beispiel:

  • Kopfschmerzen
  • Müdigkeit
  • Leistungsschwäche
  • Konzentrationsschwäche
  • eine erhöhte Infektanfälligkeit

Besteht der Mangel über einen längeren Zeitraum hinweg, so kann es vor allem in der Wachstumsphase zu Entwicklungsstörungen im Wachstum der Knochen und Verformungen des Skeletts kommen.

Gesundheitliche Folgen des Vitamin-D-Mangels

Eine aktuelle Studie aus Australien zeigt auf, wie gefährlich eine vitaminarme Ernährung sein kann. Demnach führt ein anhaltender Mangel an Vitamin D dazu, dass ein Risiko auf Asthma entsteht. Die Studie betrachtete 989 Kinder im Alter von sechs Jahren und 1.380 Kinder im Alter von 14 Jahren.

Jungen gefährdeter als Mädchen

Dafür entnahm man den Probanden Blut und bestimmte den Wert des Vitamin D. Wer einen unterdurchschnittlichen Wert hatte, neigte danach stark zu Asthma. Jungen schienen dabei noch etwas gefährdeter zu sein, als es bei den Mädchen der Fall war. Woher genau dieser Unterschied bei den Geschlechtern kam, ist noch nicht geklärt.

Asthma-Vorsorge: Eltern müssen auf vitaminreiche Ernährung achten

Die wichtige Erkenntnis der Studie ist aber, dass die Mangelernährung im Kindesalter einen großen Einfluss auf die Entwicklung der Atemkrankheit hat. Eltern sollten daher auf eine vitaminreiche Kost bei ihren Kindern achten, um aktiv etwas gegen das Risiko zu tun.

Einmal aufgetretenes Asthma hält meist für den Rest des Lebens an und kann die Lebensqualität herabsetzen.

Der Vitamin-D-Spiegel eines Menschen entscheidet über sein persönliches Sterberisiko. Wissenschaftler vom Deutschen Krebsforschungsinstitut (DKFZ) veröffentlichten eine Studie mit 10.000 Teilnehmern aus dem Saarland, die zwischen 50 und 74 Jahre alt waren.

Dabei wurde festgestellt, dass Teilnehmer, die einen niedrigen Vitamin-D-Spiegel aufwiesen und deren Werte unter 50 nmol/l und niedriger lagen, 1,2 – 1,7 mal öfter verstarben als Menschen mit normalem Vitamin-D-Spiegel.

Wer einen sehr niedrigen Vitamin-D-Gehalt im Blut hatte (unter unter 30 nmol/L) lief Gefahr eine Atemwegserkrankung zu bekommen, Krebs oder eine tödliche Herz-Kreislauf-Erkrankung.

Der menschliche Körper benötigt Vitamin D, das sogenannte Sonnenvitamin, für den Knochenaufbau, denn das Vitamin D hilft dem Körper dabei, Calcium aus der Nahrung aufzunehmen und in die Knochen einzubauen. Mangelt es dem Körper an Vitamin D, ist der Knochenaufbau behindert.

Wie amerikanische Forscher nun in einer Studie herausgefunden haben, führt ein Vitamin-D-Mangel auf Dauer sogar dazu, dass die Knochen frühzeitig altern und brüchig werden. Wenn der Körper durch den Mangel an Vitamin D kein Calcium mehr aus der Nahrung aufnehmen kann, kann er nicht nur weniger neue Knochenmasse bilden, er löst das Calcium offenbar auch aus den Knochen heraus, um den Calcium-Spiegel im Blut zu erhalten.

Die Folge: die Knochen werden rissig und ihr Bruchrisiko erhöht sich.

Menschen mit Demenz verlieren viel ihrer Lebensqualität und jüngere Menschen sind aufgrund des beobachtbaren geistigen Verfalls in Sorge, ob sie selbst einmal betroffen sein werden. Demenz an sich kann man nicht wirklich verhindern, doch man kann dem Nachlassen der geistigen Fitness durchaus vorbeugen.

Neben einem Training des Gehirns ist auch ein gesunder Stoffwechsel wichtig. Schon seit einiger Zeit haben Forscher beispielsweise die Vermutung, dass das Vitamin D wichtig ist, um das Demenzrisiko zu senken. Diesen Verdacht bestätigt nun auch eine Studie aus den USA.

Man hatte mit 1.658 Menschen zusammengearbeitet, die vor sechs Jahren den Gehalt an Vitamin D in ihrem Blut bestimmen ließen. Während der Beobachtungszeit erkrankten 171 der Teilnehmer an Demenz. Man verglich dies nun mit den im Blut ermittelten Vitamin D und fand tatsächlich einen Zusammenhang.

Vitamin D möglicherweise für Arbeit der Neuronen nötig

Wer Demenz bekommen hatte, besaß einen vergleichbar geringen Wert an Vitamin D. Als bedenklichen Grenzwert ermittelten die Forscher 25 nmol Vitamin D pro einem Liter Blut. Probanden, die unter dem Wert lagen, hatten das 2,2-fache Risiko auf Demenz.

Wessen Werte zwischen 25 und 50 nmol Vitamin D pro einem Liter Blut hatte noch eine erhöhte Gefahr von 53 Prozent. Erst ein Vitamingehalt über den 50 nmol/l gilt als ausreichend hoch und damit gesund. Da es sich jedoch nur um eine Beobachtungsstudie handelte, können die Forscher nicht erklären, warum der Mangel an Vitamin D eine schlechte Wirkung auf das Gehirn haben könnte.

Die Theorie geht davon aus, dass Nervenzellen das Vitamin für ihre Funktion dringend benötigen. Darauf kommt man, da Neuronen deutliche Andockstellen für Vitamin D besitzen. Offenbar sind sie also darauf ausgelegt, in irgendeiner Form mit dem Stoff zu arbeiten. Unklar ist bisher auch, ob die Vergabe von Nahrungsergänzungsmitteln mit Vitamin D das Demenzrisiko senken kann.

Knochenerweichung

Bei Erwachsenen kann ein ausgeprägter Vitamin-D-Mangel zu einer Knochenerweichung führen. Dazu kommt es, weil die Knochenverkalkung durch den Mangel gestört wird. Das hat oft schmerzhafte Folgen, die sich vor allem im Bereich der Hüfte und des Rückens zeigen.

Da die Knochen durch den Mangel im Laufe der Zeit weicher werden, brechen sie leichter. Das heißt, dass Knochen schon unter geringer Krafteinwirkung brechen können. Aber auch wenn die Knochen nicht brechen, können sie sich im Laufe der Zeit verformen. Vor allem die Knochen der Beine sind davon betroffen.

Gesteigertes Schmerzempfinden

Übrigens wurde in einer Studie herausgefunden, dass Schmerzpatienten mit einem niedrigen Vitamin-D-Spiegel im Blut im Schnitt deutlich mehr Schmerzmittel benötigten als Patienten, die eine höhere Vitamin-D-Konzentration im Blut aufwiesen.

Daher geht man davon aus, dass ein Mangel an Vitamin-D die Wahrnehmung von Schmerzen verstärkt.

Behandlung und Vorbeugung von Vitamin-D-Mangel

Eine Studie des Manchester Academic Health Science Centre konnte anhand von Tests mit Probanden ermitteln, dass viele Menschen trotz einer täglichen moderaten Sonnenbestrahlung zu wenig an wichtigem Vitamin D in sich bergen, was durchaus zu einem Vitamin D-Mangel führen kann.

Einem Mangel durch winterliche UV-Licht-Behandlung vorbeugen

Im Rahmen der Untersuchungen ließen Photobiologen Studienteilnehmer im Alter von 20-60 Jahren im Labor innerhalb des Winters von künstlichem UV-Licht bestrahlen. Dieses war den englischen Sonnenverhältnissen über die Mittagszeit und fast exakt dem Sonnenlicht selbst nachempfunden.

Die Probanden waren hierbei sommerlich bekleidet und erhielten auf rund einem Drittel des Körpers die Lichtbestrahlung, was einer Dosis von 1,3 SED (Standard Erythema Dose) entsprach.

Sechs Wochen lang wurden die Studienteilnehmer dreimal in der Woche mit dem UV-Licht bestrahlt, wobei 90% der Probanden lediglich den niedrigsten Stand eines Vitamin D-Serumspiegels mit 20 ng/ml Vitamin D aufwiesen. Den Analysen der Wissenschaftler zufolge, genügt es folglich nicht lediglich 35% der Haut mit täglich jeweils 13 Minuten Sonnenlicht zu versorgen.

Mit anderen Worten: Damit der Körper ausreichend Vitamin D produzieren kann, sollte die Dosierung der Bestrahlung leicht erhöht werden, um schlussendlich einem Vitamin D-Mangel vorbeugen zu können. Gerade im Winter kann man durch den moderaten Besuch in einem Solarium ergänzend künstliches UV-Licht auftanken, was zusätzlich zu einer Entspannung und folglich auch Entlastung der gestressten Winterseele führen kann.

Vitamin D nimmt der Mensch vor allem durch das Sonnenlicht auf, klingt einfach und dennoch leiden 90 Prozent der Deutschen an Vitamin D-Mangel, so die Ergebnisse einer Studie.

Folgen eines Vitamin D-Mangels

Wie neueste Erkenntnisse zeigen, kann dies viele gesundheitliche Probleme mit sich bringen - viel mehr, als bisher gedacht. Besonders in der Winterzeit, wenn die Sonne sich nur sehr selten blicken lässt, ist es also ratsam, zusätzliche Maßnahmen in Sachen Vitaminversorgung zu treffen, wie zum Beispiel durch bestimmte Vitaminpräparate, die in jeder Apotheke erhältlich sind.

Doch auch schon im Sommer produzieren die Deutschen zu wenig Vitamin D in der Haut. Kommt es zu einem Mangel an Vitamin D, kann dies eine Reihe möglicher Auswirkungen auf den Körper haben.

Darunter befinden sich Krankheiten wie Herzinfarkt, Allergien, Atemwegsinfektionen, Parkinson, Demenz oder Osteoporose. Für die Einnahme von Vitamin D durch Nahrungsergänzungsmittel empfehlen Experten die Kombination mit Kalzium, da so auch Dickdarmkrebs vorgebeugt werden kann.

Der Gang ins Solarium ist keine gute Alternative, um sich ausreichend mit Vitamin D zu versorgen, denn wer öfters ins Sonnenstudio geht, riskiert, an Hautkrebs zu erkranken.

Vitamin D ist wichtig und wird über das Sonnenlicht gebildet. Trotzdem ist es nicht notwendig, sich im Winter die Vitamin-Dosis im Solarium abzuholen.

Nach Auskunft von Dermatologen und Strahlenschutzexperten ist es ausreichend, im Sommer genügend frische Luft zu tanken. Wer sich außerdem ausgewogen ernährt, kann im Winter auf Vitamin-D-Reserven zurückgreifen, die ausreichen um gut über die kalte Jahreszeit zu kommen.

Der Gang ins Solarium ist nicht nur unnötig, sondern er kann sogar gesundheitliche Schäden zur Folge haben. Wer nämlich zu oft Gast in einem Solarium ist, begünstigt damit die Entstehung von Hautkrebs. In den letzten drei Jahrzehnten haben sich diese Erkrankungen verdreifacht.

Wer Verdacht auf einen Vitamin-D-Mangel hat, sollte das vom Arzt abklären lassen und sich nicht im Solarium selbst therapieren.

UV-Licht durch das Sonnen auf der Sonnenbank benötigt der Körper auch im Winter nicht. Dafür sollte jeder lieber im Sommer die frische Luft ausnützen und sich zudem noch gesund ernähren. Das genügt um den Körper mit genug Vitamin D zu versorgen.

Dieser Meinung sind die Deutsche Dermatologische Gesellschaft, der Berufsverband der Deutschen Dermatologen und das Bundesamt für Strahlenschutz. Ein Solariumbesuch ist für die Vitamin-D-Versorgung unnötig. Dazu ist die UV-Strahlung auf der Sonnenbank sehr hoch, sie kann Ausmaße annehmen wie am Äquator zur heißesten Zeit.

Deshalb ist das Risiko für Hautkrebs durch Solarienbesuche erhöht. Die Hautkrebszahl infolge übermäßiger UV-Strahlung ist in den letzten drei Jahrzehnten auf das dreifache angestiegen.

Viele fürchten sich in den Wintermonaten vor einem Vitamin-D-Mangel. Das ist durchaus berechtigt, denn das sogenannte „Sonnenvitamin“ hat es in der dunklen Jahreszeit nicht wirklich leicht. Der menschliche Körper benötigt das Sonnenlicht, um Vitamin D zu produzieren. Da dieses Licht im Winter oftmals Mangelware ist, greifen viele meist völlig übereilt zu Nahrungsergänzungsmitteln.

Das muss nicht sein, so die Dozentin im Fachbereich Ernährung an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement/BSA-Akademie in Saarbrücken, Michaela Bänsch. Es wäre viel wichtiger, den Speiseplan auf eine Vitamin-D-reiche Kost umzustellen. Unter anderen ist das Vitamin in Eiern, Fisch, fetthaltigen Milchprodukten als auch in Pilzen vorhanden.

Erwachsene und Kinder sollten darauf achten, diese Produkte im Winter in ausreichender Menge zu sich zu nehmen. Denn Vitamin D spielt eine entscheidende Rolle für das Immunsystem, beim Knochenaufbau, der Mineralisierung der Zähne als auch für den Aufbau von Muskeln und Zellen.

Veganer sollten unbedingt mit ihrem Arzt abklären, ob ein Nahrungsergänzungsmittel notwendig wird oder nicht. Ihre Ernährung duldet keinerlei Nahrungsmittel, die tierischen Ursprungs sind, dazu zählen auch Eier und Milchprodukte.

Der Körper braucht viele Dinge, damit er gesund ist und gesund bleiben kann. Tausende Ernährungstipps und Hinweise zum idealen Sportprogramm können sehr verwirrend sein. Fakt ist, dass gerade in der schnelllebigen Zeit nicht immer genügend Zeit für ausgewogene Ernährung und Sport ist. Daher sieht man in den Medien auch immer wieder, dass viele Menschen gerade in puncto Vitamine zu einer Mangelernährung tendieren.

Viele greifen zu Vitamin D Tabletten

Am schwierigsten gestaltet sich die Versorgung mit Vitamin D, denn dieses bekommt man nur in geringen Mengen aus der Nahrung. Das Meiste davon wird durch den Aufenthalt an der frischen Luft gewonnen, denn der Körper produziert es durch den Kontakt mit Sonnenlicht. Da viele Menschen gesundheitsbewusst leben wollen, greifen sie gerade bei Vitamin D immer häufiger zu Nahrungsergänzungsmitteln. Eine Studie aus Neuseeland hat vor kurzer Zeit erst berichtet, dass dort sogar jeder zweite ab 50 Jahren zu Tabletten greift.

Vitamin D Tabletten wirken nur geringfügig

Eine Meta-Studie hat sich daher mit der Frage beschäftigt, ob diese künstliche Aufnahme von Vitamin D wirklich so sinnvoll ist und hat 23 ältere Untersuchungen ausgewertet. Anhand der 4.082 Daten konnte nun gezeigt werden: Wer weitgehend gesund ist und sich gesund fühlt, kann getrost auf diese Pillen verzichten. Bei allen Probanden hatte man regelmäßig die Dichte der Knochen gemessen, denn durch Vitamin D wird diese auf einem gesunden Level gehalten.

Es zeigte sich jedoch, dass auch durch die Einnahme der Tabletten die Dichte nur sehr geringfügig besser war als bei Probanden, die darauf verzichtet hatten. Grund ist, dass bereits fünf Minuten an der frischen Luft reichen, um das benötigte Maß an Vitamin D zu produzieren. Frei sein müssen dafür nur Gesicht und Hände.

Wenn die Tage im Winter kurz und grau sind, hat der Körper nur wenig Gelegenheit, Vitamin D zu produzieren. Dieses wichtige Vitamin kommt nur begrenzt in Nahrungsmitteln vor und wird meist über Sonnenlicht auf der Haut gebildet.

Da Sonne in unseren Breitengraden jedoch oft Mangelware ist, legt der Körper in den Sommermonaten ein Depot an, von dem er im Winter zehrt.

Folgen eines angeborenen Vitamin D-Mangels

Eine neue Studie aus Kopenhagen besagt nun, dass ein angeborener schwerer Vitamin D-Mangel möglicherweise zu einem früheren Ableben führen kann. Allerdings lag das höhere Sterberisiko bei den beobachteten Dänen bei nur 2% gegenüber anderen Menschen und sollte nicht überbewertet werden.

Zusätzliche Vitamin D-Tabletten seien auch nur in Ausnahmefällen sinnvoll, da bis heute nicht klar ist, welche Mengen der Körper wirklich braucht um gesund zu sein.

Sonnenreiche Tage im Winter nutzen

Eine ausgewogene Ernährung mit fetthaltigem Fisch und tägliche Sonne auf der Haut seien meist ausreichend. Vor allem in den Wintermonaten sollten sonnige Tage daher unbedingt für Spaziergänge genutzt werden, bei denen die Sonne direkt auf das Gesicht und die Unterarme scheint. Dann lassen sich auch trübe kurze Tage problemlos durchstehen.

Vitamin-K-Mangel

Ein Vitamin-K-Mangel kann verschiedene Ursachen haben und sollte nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Denn neben leichten Symptomen kann ein anhaltender Mangel ernsthafte Schäden im Körper verursachen.

Ursachen für einen Vitamin-K-Mangel

Die Ursachen für einen Vitamin-K-Mangel können sehr vielfältig sein. Zunächst einmal kann es bei gesunden Menschen zu einem Mangel kommen, wenn sie sich zum Beispiel sehr einseitig ernähren.

Organische Erkrankungen

Zu einem Vitamin-K-Mangel kann es aber auch kommen, wenn eine Erkrankung der Verdauungsorgane vorliegt. So sind zum Beispiel häufig chronische Darmentzündungen der Grund dafür, dass der Körper über den Darm nicht genügend Vitamin K aus der Nahrung aufnehmen kann.

Darüber hinaus kann auch eine Schädigung der Leber (z.B. Leberzirrhose) verhindern, dass das über die Nahrung zugeführte Vitamin K aufgenommen und verwertet werden kann.

Als weitere Ursache für einen Vitamin-K-Mangel kommt darüber hinaus eine längerfristige Anwendung verschiedener Medikamente infrage.

Tagesbedarf und Vorkommen

Die empfohlene Menge liegt zwischen 65 und 80 Mikrogramm am Tag.

Der Vitaminbedarf wird gedeckt über den Verzehr von beispielsweise:

Folgen eines Vitamin-K-Mangels

Bei einem Mangel an Vitamin K kommt es zunächst, wie auch bei vielen anderen Hypovitaminosen, zu eher unauffälligen Symptomen. Dabei handelt es sich häufig um:

  • Kopfschmerzen
  • Müdigkeit
  • allgemeine Leistungsschwäche
  • Konzentrationsschwäche
  • eine erhöhte Infektanfälligkeit
Blutgerinnungsstörung

Bei diesen eher harmlosen Symptomen bleibt es jedoch bei einem längerfristigen Mangel nicht. Fehlt es dem Körper über einen längeren Zeitraum hinweg an diesem Vitamin, so kann er darauf mit einer Blutgerinnungsstörung reagieren.

Bei dieser Störung ist die Leber durch den Mangel an Vitamin K nicht mehr dazu in der Lage, bestimmte Blutgerinnungsfaktoren so umzuwandeln, dass das Blut seine Fähigkeit behält Wunden zu schließen. Und von dieser Blutgerinnungsstörung sind dann nicht nur oberflächliche oder äußerliche Wunden betroffen, auch innerlich kann es zu einer verstärkten Blutungsneigung kommen.

Die ersten Anzeichen einer solchen Blutgerinnungsstörung sind:

Darüber hinaus kann es verstärkt zu Hauteinblutungen (Hämatomen) sowie zu Blut im Stuhl und im Urin kommen.

In manchen Fällen kann es auch zu gefährlichen Hirnblutungen kommen, die mit Symptomen wie denen eines Schlaganfalls einhergehen können.

Verminderte Knochendichte

Eine weitere Folge eines Vitamin-K-Mangels kann eine verminderte Knochendichte sein. Hierdurch besteht eine erhöhte Gefahr von Knochenbrüchen.

Grundinformationen und Hinweise zum Vitaminmangel

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: Kopfschmerz/Migräne Illustration © Sebastian Kaulitzki - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Sleepless woman © Galina Barskaya - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: orange essen © Maria.P. - www.fotolia.de

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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