Eine vegetarische Diät schließt den Genuss von Fleisch, Fisch und Geflügel aus, wobei bei einer veganen Diät ebenfalls Eier, Milchprodukte und Honig gemieden werden. Ein gut durchdachter vegetarischer Ernährungsplan kann den Körper mit allen benötigten Nährstoffen versorgen und kann zudem das Erkrankungsrisiko von Krebs, Herzleiden und anderen Krankheiten senken. Der vegetarische Lebensstil hat in den letzten Jahren aus unterschiedlichen Gründen einen Popularitätsschub unter weiblichen Jugendlichen erfahren und könnte die heranwachsenden Frauen einen erhöhten Risiko aussetzen, eine ernsthafte Essstörung zu entwickeln.
Eine aktuelle Studie, die im "Journal of the American Dietic Association" veröffentlicht wurde, sagt aus, dass zwar junge Vegetarier im Vergleich zu ihren nicht-vegetarischen Altersgenossen weniger häufig an Übergewicht leiden. Dafür zeigt jedoch mit 25 Prozent ein auffällig hoher Anteil von jungen Vegetariern ungesunde Verhaltensweisen hinsichtlich der Körpergewichtskontrolle.
Dazu zählt unter anderem die Einnahme von Diätpillen, Erbrechen sowie die Verwendung von Abführmitteln und Diuretika (entwässernde Substanzen).
Ramona Robinson-O'Brien, die Autorin der Studie, eine Professorin für Ernährungswissenschaft an der St.-John's-Universität in Amerika, sagt, dass die Ergebnisse Ärzte wie Ernährungsberater gleichermaßen zu mehr Achtsamkeit veranlassen sollten. Gerade junge Menschen neigen dazu, aus einem kontrollierten Ernährungsschema, wie es die vegetarische Diät nun einmal ist, ein exzessives Muster werden zu lassen.
Die Wissenschaftlerin sammelte für ihre Untersuchung die Daten von 2.516 Teilnehmerinnen, darunter Teenager und junge Erwachsene. Sie teilte alle Personen einer der folgenden Kategorie zu: Vegetarier, ehemaliger Vegetarier, Nicht-Vegetarier. Jede Kategorie unterteilte sie dann in zwei Altersklassen ein: 15-18 sowie 19-23 Jahre.
Die teilnehmenden jungen Frauen wurden im Laufe der Studie befragt, ob sie jemals Symptome einer Essstörung gezeigt hätten. Zum Beispiel bewusst herbeigeführtes Erbrechen, Zwang nach Gewichtskontrolle, unkontrollierte Essanfälle u.ä.
Es zeigte sich, dass 27 Prozent der ehemaligen Vegetarier, 16 Prozent der aktuellen Vegetarier und 15 Prozent der Nicht-Vegetarier Symptome einer Essstörung erlebt haben.
Die Wissenschaftlerin erklärte, dass Teenager eine vegetarische Diät zwar als Option wahrnehmen einen gesunden Lebensstil zu führen, eigentlich aber von der Möglichkeit der besseren Gewichtskontrolle motiviert sein könnten. Jugendliche spüren oft eine hohe Unsicherheit gegenüber ihres Aussehens und fühlen sich gedrängt, kulturellen Idealen zu entsprechen.
Elternteile wie andere Aufsichtspersonen sollten daher auf Anzeichen für eine Essstörung achten, wenn sich eine heranwachsende Frau für eine vegetarische Diät entscheidet, schlussfolgert die Autorin der Studie.
Dies bedeutet jedoch nicht, dass ein vegetarischer Lebensstil mit einer Essstörung gleichzusetzen sei. Vielmehr sollten die Ergebnisse der Studie so interpretiert werden, dass gerade bei Jugendlichen eine gewisse Vorsicht zu walten ist, wenn diese sich für diese Ernährungsform entscheiden.
Kann ja sein, das Essgestörte gibt, die sich deshalb nur von pflanzlicher Kost ernähren.
Wäre ja logisch. Nur Salat oder ab und zu eine...
Komme ich in diesem bezug auf mich zu sprechen, kann ich nur das gegenteil behaupten. Ich bin seit meinem 15 Lebensjahr überzeugter Vegetarier...
Leider sind bei diesem Artikel Ursache und Wirkung etwas unklar gegeneinander abgegrenzt. Wer akribisch versucht, wenig Kalorien zu sich zu ne...
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21.05.13 | |
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16.05.13 | |
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08.04.13 | |
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04.04.13 | |
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02.04.13 | |
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