Prinzip und mögliche Risiken und Folgeschäden der Null-Diät

Zwei weiße Porzellanteller und Besteck mit Messer und Gabel mit einem einzelnen Salatblatt als Menü Diät Abnehmen

Die gefährlichen gesundheitlichen Folgen der radikalen Null-Diät

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  • von Paradisi-Redaktion

Die Null-Diät ist die radikalste aller Diäten. Während dieser Diät werden keinerlei Kalorien aufgenommen. Man "ernährt" sich nur von Wasser und Tees.

Prinzip und Wirkung

Im Rahmen der Null-Diät verzichtet man über einen längeren Zeitraum auf feste Nahrung und nimmt stattdessen nur Wasser und Tee, eventuell auch Nahrungsergänzungsmittel zu sich. Eine schnelle Gewichtsabnahme ist mit der Null-Diät garantiert, zumindest, wenn sie durchgehalten wird. Da der Körper aber mit einem großen Hungergefühl reagiert, ist dies gar nicht so einfach.

Folgen und Risiken

Muskelabbau

Zunächst passt der Körper den Stoffwechsel der Nahrungszufuhr an. Der Energiebedarf wird somit gesenkt.

Da dies aber nicht reicht, werden nach einiger Zeit Muskeln abgebaut, um die lebensnotwendigen Funktionen aufrechterhalten zu können. Somit verringert sich der Energiebedarf weiter, da Muskeln viele Kalorien verbrauchen.

Nährstoffmangel

Der Nährstoffmangel zeigt sich schon nach wenigen Tagen in Form von:

Zudem kann es durch die Bildung so genannter Ketonkörper zu Gichtanfällen kommen. Wird die Radikaldiät über längere Zeit durchgeführt, kommt es nicht nur zu Vitaminmangel, sondern auch zu gefährlichen Störungen des Elektrolyt- und Flüssigkeitshaushalts.

Geschwächtes Immunsystem durch Reduzierung von Kalorien bei Diäten

Diät - Zwei Hände mit Messer und Gabel an Teller, auf Teller liegt eine Erbse
Dieting. © Viktors Neimanis - www.fotolia.de

Eine Kalorienreduzierung über einen längeren Zeitraum hinweg schwächt das Immunsystem und macht es anfällig für Influenzaviren. Dies haben US-amerikanische Ernährungsforscher der Michigan State University in einer Studie herausgefunden.

Dafür fütterten sie Mäuse mit kalorienarmer, aber vitamin- und mineralreicher Nahrung, während eine andere Gruppe Mäuse ganz normal ernährt wurde. Nachdem beide Gruppen mit Influenza-A-Viren infiziert wurden, zeigte sich, dass es bei der Diät-Gruppe mehr tote Mäuse gab als in der Vergleichsgruppe.

Auch die Regeneration dauerte im Schnitt deutlich länger als bei den normalernährten Mäusen.

Jojo-Effekt

Folgt nach der Diät eine Umstellung auf normale Kost, ist der Jojo-Effekt vorprogrammiert. Der Körper hat sich an die niedrige Kalorienzufuhr angepasst um zu überleben. Der Grundumsatz ist nach der Diät niedrig.

Wird nun die Kalorienzufuhr gesteigert, reagiert der Körper sofort mit einer vermehrten Fettspeicherung, um sich für eventuelle neue "Hungerzeiten" zu wappnen. So ist bald das ursprüngliche Gewicht schnell überschritten und man hat mehr Kilos auf den Hüften als vorher.

So ist die Null-Diät nicht nur gefährlich, sondern führt auch meist nicht zum gewünschten Erfolg.

Der einzig richtige Weg zum beständigen Wunschgewicht ist eine ausgewogene Ernährung, die alle lebenswichtigen Vitamine und Mineralstoffe enthält sowie viel Bewegung. Es ist wichtig, sich mit seiner Ernährung und Lebensweise zu beschäftigen und diese wenn möglich bewusst zu ändern.

Null-Diät im Vergleich zum Heilfasten

Eine Null-Diät ist jedoch nicht mit dem Heilfasten zu vergleichen. Die Motivation für das Fasten ist nicht die Gewichtsabnahme, sondern ein bewussteres Verhältnis zum eigenen Körper zu bekommen und Körper, Geist und Seele von unnötigem Ballast zu befreien. Unter fachmännischer Anleitung kann Fasten den Körper bei der Selbstreinigung unterstützen.

Grundinformationen zur Null-Diät

  • Prinzip und mögliche Risiken und Folgeschäden der Null-Diät

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: place setting with lettuce leaf © Yurok Aleksandrovich - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Diät © Eisenhans - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: diät © bilderbox - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Diet © Carmen Steiner - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: pea and measuring tape on a plate © Gino Santa Maria - www.fotolia.de

Autor:

K. Schumann - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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