27. September 2008
Von Andreas Hadel
Fast jeden Monat prangt auf mindestens zwei der zahlreichen Frauenmagazine eine Überschrift, die Suppendiäten in höchsten Tönen propagiert. Und das zugegebenermaßen völlig verdient. Diäten, die eher auf Suppen als Hauptmahlzeit setzen, können zu einen rapiden Gewichtsverlust führen. Die Gründe liegen dafür auf der Hand. Suppen sind in der Regel fettarm und beinhalten wenig Kalorien. Da sie aber naturgemäß aus sehr viel Flüssigkeit bestehen, können sie trotzdem über mehrere Stunden sättigen. Hinzu kommt, dass Suppen meistens mit viel Gemüse zubereitet werden, wodurch der oder die Diäthaltende trotz der verringerten Nahrungsaufnahme mit allen wichtigen Vitaminen und Mineralien versorgt wird. Wie so vieles im Leben haben Suppendiäten jedoch leider nicht nur Vorteile zu bieten. Wir möchten in diesem Artikel auf die Kehrseite, einer ansonsten empfehlbaren Diätstrategie, eingehen.

Wer nur mit Hilfe von Suppen abnehmen möchte, ernährt sich viel zu unausgewogen
Meistens sind Suppendiäten auf wenige Wochen ausgelegt, weil sie in der Kalorienverknappung eher einen radikalen Ansatz verfolgen und im Schnitt geringfügig mehr als 1000 Kalorien pro Tag vorsehen. Beides führt zwar zu einer relativ schnellen Gewichtsreduktion, allerdings nicht zu einer Verhaltensänderung. Die ist aber unumgänglich, wenn der Gewichtsverlust dauerhaft bleiben soll. In der Folge enden nicht gerade wenig Freunde der Suppendiäten in einen verzwickten Kreislauf aus Suppendiäten, die sich mit Zeiträumen abwechseln, wo der Abnehmwillige wieder für seine Verhältnisse normal isst und dabei wieder etliche Pfunde zunimmt. Machen Sie sich deshalb bewusst, dass die Suppendiät nur eine kurzfristige Lösung sein kann und mit einer kritischen Überprüfung der bisherigen Lebensgewohnheiten einhergehen muss.
Wer es sich einfach machen will und jeden Tag die gleiche Suppe isst, kann ziemlich schnell Mangelerscheinungen erleiden. Eingerissene Fingernägel, brüchiges Haar und trockene Haut sind nur einige der möglichen Folgen. Suppen bieten zwar wie eingangs erwähnt prinzipiell viele Nährstoffe und Vitamine. Allerdings ist eine gewisse Vielfalt notwendig, um unseren Körper auch wirklich alle essentiellen Substanzen zuführen zu können. Wer nur auf klare Brühe setzt, versorgt seinem Organismus mit nicht mehr als Wasser und etwas Fett. Essen Sie am Tag mindestens drei verschiedene Suppen, die möglichst auch jeweils aus anderen Hauptzutaten bestehen.
Wenn sich ambitionierte Bodybuilder auf einen Wettkampf vorbereiten, trinken Sie Unmengen an Wasser, um in ihrem Körper ein Hormon freizusetzen, das dem Speichern von Flüssigkeit entgegenwirkt. Dadurch sehen Sie auf der Bühne nicht aufgeschwemmt aus und ihre Muskeln zeichnen sich klar und deutlich unter der Haut ab. Suppendiäten setzen auf das gleiche Prinzip. Durch die viele Flüssigkeitszufuhr, die dadurch unweigerlich entsteht, scheidet Ihr Organismus vermehrt Wasser aus. Auch den Anteil, den er gespeichert hat, um Ihre Haut feucht und Ihre Leistungsfähigkeit hoch zu halten. Bodybuilder beschränken das Entwässern auf zwei bis drei Tage. Suppendiäten dauern aber in der Regel deutlich länger. Um die negativen Effekte einer Dehydrierung zu verhindern, hilft es, mindestens jede Stunde ein Glas Wasser, Tee oder anderes zuckerfreies Getränk zu trinken.
Da die meisten Suppenrezepte auf Kohl zurückgreifen, wird das Ihr Hauptnahrungsmittel für die Dauer der Diät sein. Dass das Zubereiten von Kohl häufig mit einem unangenehmen Geruch verbunden ist, ist für erfahrene Küchenakrobaten keine Neuheit. Wenn Sie die Diät jedoch über mehrere Wochen befolgen wollen, kann der Geruch schnell zum Martyrium werden. Dazu ist das Kochen von Suppen meistens auch sehr zeitaufwendig. Wer alle Zutaten frisch zubereiten möchte und auf gefrorene Produkte nicht zurückgreifen will, muss für sich ein gutes Zeitmanagement finden.
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