12. Dezember 2009
Von Viola Reinhardt
Ja, ja, die liebe Winterzeit. Die hat es doch immer wieder kalorientechnisch in sich. Eigentlich nicht sehr verwunderlich, denn einmal davon abgesehen, dass viele Menschen bei Kälte, Regen und Schnee auf dem Sofa sitzen bleiben, zeigt sich auch der Stoffwechsel auf Sparflamme. Dass Kekse, Stollen, Gans und viele leckere deftige Eintöpfe dann auch noch mit viel Genuss verspeist werden, macht den winterlichen Kampf gegen ein Übergewicht nicht wirklich leichter. Allerdings muss man sich dem Ansetzen von Hüftgold nicht einfach schicksalshaft ergeben, denn mit nur einigen wenigen Tricks lässt sich auch im Winter die Figur in Schuss halten.
In der kalten Jahreszeit produziert der Organismus mehr von dem Schlafhormon Melatonin. Dieses lässt den Menschen energielos und müde durch den Tag gehen, was zusätzlich mit der Tatsache einhergeht, dass das Gute-Laune-Hormon Serotonin deutlich reduziert wird. Licht hilft bei diesem natürlichen Vorgang wieder besser in Schwung zu kommen und zeitgleich für eine bessere Laune ohne Winterdepression zu sorgen. Da besonders Süßigkeiten die Serotonin-Produktion anheben, greifen die meisten Menschen fast schon instinktiv zu den kleinen Glücksmachern. Allerdings bergen diese selbstverständlich eine Menge an dickmachendem Zucker in sich und lassen einen nicht gerade schlank bleiben oder werden. Alternativen sind hier dagegen Naturjoghurt und Banane, die man sowohl pur oder auch gemeinsam als Snack zu sich nehmen kann. Täglich mindestens dreißig Minuten raus zu gehen und einen flotten Spaziergang zu machen, kurbelt ebenfalls das Serotonin an und vertreibt die winterliche Müdigkeit.
Hier sind wir auch gleich bei einem weiteren wichtigen Punkt: Die Bewegung im Freien. Joggen ist im Winter weitaus effektiver als im Sommer und Ausreden wie etwa es ist zu kalt, zu nass oder zu dunkel sollte man getrost in den "ich will nicht-Schrank" verstauen. So verbrennt der Körper bei einem winterlichen Joggen bis zu 300 kcal mehr als im Sommer und selbst ein Walken zeigt den überflüssigen Pfunden noch die Zähne. Geschweige dessen, dass man mit sportlichen Aktivitäten im Freien auch noch einer Winterdepression bestens vorbeugen kann.
Schmalzgebäck oder Gänsebraten und Ente legen sich nicht so stark auf die Hüften, wenn man einmal in der Woche einen Apfel-Reis-Tag einlegt. Hierzu benötigen Sie 250g Reis, dem etwa drei Minuten vor Ende der Garzeit die Scheiben von drei Äpfeln zugefügt werden. Verteilt auf fünf Portionen sollten Sie dann nur diesen Reis essen und möglichst zwei Liter Wasser oder ungezuckerten Tee dazu trinken.
Das Trinken selbst ist zudem ein wichtiger und wertvoller Faktor auch und besonders in der Winterzeit. Viele Menschen reduzieren die tägliche Trinkmenge, dabei aktiviert das Trinken sowohl die Verdauung als auch den Stoffwechsel, versorgt das Gehirn mit neuem Schwung und unterstützt die Schleimhäute gesund und fit gegen Krankheitskeime zu bleiben. Auch im Winter sollte man deshalb mindestens zwei Liter an Flüssigkeit zu sich nehmen, wobei man natürlich die freie Auswahl zwischen Wasser, gemischten Säften oder auch Tee hat. Letztere können in der Geschmacksrichtung Marzipan, Schokolade oder Zimt zeitgleich auch noch einen Zuckerhipper und Hungerattacken auf eine schlanke Art dämpfen. Dass hierbei die Sinne mit den Düften sanft gestreichelt werden, ist ein wunderbares Winter-Plus.
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