Langsames Essen lässt uns schlanker werden und bleiben

Laut japanischer Studie hat die Essgeschwindigkeit Einfluss auf BMI und Taillenumfang

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  • von Paradisi-Redaktion
Junge Frau am Küchentisch liest Zeitung, neben ihr Frühstück

In einer schnelllebigen Zeit bleibt vielen Menschen auch nicht die Ruhe für gemütliche Mahlzeiten. Das Frühstück wird verschlungen, die Mittagspause ist ohnehin nur 30 Minuten lang und am Abend stehen die Hobbys im Vordergrund. Doch zu hektisches Essen könnte einer der Gründe sein, weswegen viele Menschen immer dicker werden. Zu diesem Schluss kommt eine Studie aus Japan.

Studie zur Essgeschwindigkeit

Für die Untersuchung wurden die Patientendaten von 60.000 Menschen ausgewertet. Alle litten an Typ-2-Diabetes und wurden daher regelmäßig von ihren Ärzten untersucht. Über einen Fragebogen wurden detaillierte Angaben zum Lebensstil gesammelt, darunter die Gemütlichkeit oder Hektik beim Essen. Anhand der Daten konnten die Teilnehmer in

  • schnelle,
  • normale und
  • langsame Esser

unterteilt werden.

Wer langsam isst, bleibt schlank

Es zeigte sich, dass beim hektischen Essen das Risiko auf einen ungesunden BMI (jenseits von 25) im Vergleich zur Normalgruppe um 29 Prozent steigt. Für die langsamen Esser hingegen sinkt das Risiko, und zwar direkt um 42 Prozent. Übergewichtige Probanden der Studie konnten durch eine normale Essgeschwindigkeit ihren Taillenumfang um 0,21 Zentimeter verkleinern. Langsame Esser schafften sogar 0,41 Zentimeter.

Da es sich bei der Untersuchung um eine reine Beobachtung handelte und zudem die Fragebögen sehr subjektiv zu werten sind, ist die Aussagekraft der Studie begrenzt. Es zeigt sich aber eine klare Tendenz: langsames Essen ist gesünder und hilft vermutlich beim Abnehmen und dem Halten des Normalgewichts.

Ärzte haben auch eine Vermutung, warum das so ist: Die Sättigungshormone im Gehirn werden dann ausgeschüttet, wenn der Magen durch den Speisebrei eine gewisse Dehnung erreicht hat. Wer zu schnell isst, spürt dieses Signal nicht rechtzeitig. Mit der Zeit gewöhnt sich der Magen außerdem an die stärkere Dehnung und die Sättigungszeichen werden immer später ausgesendet. So kann ein Teufelskreis entstehen.

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Autor:

Paradisi-Redaktion - News vom

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