31. Mai 2011
Von Andreas Hadel
Sie haben von der Iss-die-Hälfte-Mentalität die Nase voll? - Gut, das ist kein Grund alle Fitness- und Diätvorhaben über Bord zu werfen. Im Gegenteil, Sie liegen mit Ihrer Einstellung voll im Trend der Ernährungsexperten und Sportwissenschaftler. Denn statt sich mit faden und wenig auswahlreichen Diäten zu kasteien, heißt die neue Devise, sich an die richtigen Lebensmittel zu halten.

Noch vor bis vor wenigen Jahren war der Ruf alles andere als gut. Zu fettreich sei es und außerdem schlecht für die Cholesterinwerte. Seitdem die ganze Schuld nun auf die Kohlenhydrate abgewälzt wurde, erfreuen sich Filet Mignon, Rumpsteak und Konsorten wieder einer wachsenden Beliebtheit. Und das aus triftigen Gründen. Einer davon ist der hohe Proteingehalt, der ein echter Abnehmbooster ist. Eine Studie zeigte, dass Frauen, deren Diät auf einen relativ hohen Fleischanteil basiert, mehr abgenommen haben, als Damen, die im gleichen Zeitraum dieselbe Kalorienmengen konsumiert hatten, dabei aber weniger Fleisch verzehrten.
Braten ohne Fett ist wie Baden ohne Schaum. Irgendwie moralisch falsch. Wie gut, dass Olivenöl nicht einfach nur fett ist, sondern es sich hierbei um gesunde ungesättigte Fettsäuren handelt, die gut für unser Herz sind und eine entzündungshemmende Wirkung haben. Dass Olivenöl außerdem einen stark sättigenden Effekt hat, macht es zum perfekten Komplizen, wenn es dem Bauchspeck an den Kragen gehen soll.
Als Kind habe ich sie gehasst. Als erwachsener Fitness-Enthusiast habe ich mich in sie verliebt. Linsen. Optisch zunächst wenig attraktiv, überzeugt sie das schlichte Gemüt dann doch mit ihren inneren Werten. Und die können sich sehen lassen. Vergleichsweise viel Protein und jede Menge Ballaststoffe. Beides zusammen hält unseren Blutzucker stabil und verhindert so Abstürze in das Tal der heimtückischen Heißhungerattacken.
Die Vorstufe des Huhns litt wie das bereits weiter oben erwähnte Fleisch unter einen ziemlich schlechten Ruf. Neue wissenschaftliche Erkenntnisse haben aber nicht nur die Reputation der Eier wieder hergestellt, sondern das Gelb-Weiße-Innenleben der Schale zu einen echten Diät-Star-Status unter den Nahrungsmitteln verholfen. Wieder zeigte sich der Diät-Erfolg beim weiblichen Geschlecht, als dieses zum Frühstück einen Toast mit Marmelade sowie ein Ei aß und dabei mehr abnehmen konnte, als jene Damen, die nach dem Duschen einen Bagel mit Konfitüre verzehrt haben. Experten der Louisiana-State-Universität schlossen daraus, dass Ei-Protein länger satt hält.
Okay, das mag im Kühlschrank nicht gerade den besten Geruch hinterlassen, sorgt aber im Badezimmer für Freude, wenn am Morgen die Waage betreten wird. Denn wie in der Fachzeitschrift „The American Journal of Clinical Nutrition“ zu lesen war, unterstützen Molkereiprodukte, deren Fettgehalt nicht reduziert wurde, den Abbau von Körperfett. Das liegt darin, weil Vollmilch und Käse mehr konjugierte Linolsäure enthalten, die wiederum unseren Fettstoffwechsel anfeuern.
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