27. Oktober 2010
Tierversuche aus Australien haben ergeben, dass männliche Ratten ein erhöhtes Diabetesrisiko an ihre weiblichen Nachkommen vererben, wenn sie sehr fettreich ernährt werden.
Die Studie ergab, dass die weiblichen Tiere dann vermehrt Zellen besitzen, die Insulin produzieren. Das Mehr an Insulin wird für diese Weibchen zur Diabetesfalle. Die Forscher stellten fest, dass ein epigenetischen Effekt vorliegt. Von einem epigenetischen Effekt spricht man, wenn ein Lebewesen durch seine Lebensweise seine Erbsubstanz beeinflusst. Durch chemische Prozesse ist dies möglich. Diese veränderte DNS kann dann an Nachkommen weitergegeben werden. Die männlichen Versuchstiere veränderten ihre DNS durch die verabreichte fettreiche Diät und ihre Tochtergeneration übernahm diese Veränderungen.
Die Studie lässt sich durchaus auf den Menschen übertragen. Ältere Studien haben bereits gezeigt, dass Väter mit Übergewicht oder Diabetes auffällig oft Töchter mit den gleichen Problemen haben. Ob genetische Faktoren, oder anerzogene Essgewohnheiten daran Schuld waren, war bislang unklar. Die australische Studie gibt nun erste Aufschlüsse, dass tatsächlich ein epigenetischer Effekt vorliegt.
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