Ketogene Diät - Wie gesund ist sie und hilft sie wirklich?

Die ketogene Diät beschreibt eine kohlenhydratreduzierten Diätform. Nur fünf Prozent der täglich aufgenommenen Nahrungsmenge dürfen dabei aus Kohlenhydraten bestehen. Diese werden bei dieser Ernährungsform als Dickmacher angesehen, nicht jedoch Fett. Somit zählt dieses – neben Eiweiß – zu den erlaubten Bestandteilen der Ernährung. Lesen Sie alles Wissenswerte über die ketogene Diät und mögliche Nebenwirkungen.

Wissenswertes zur ketogenen Ernährung

Was ist eine ketogene Diät und wie sieht ein entsprechender Ernährungsplan aus?

Bei der ketogenen Diät handelt es sich um eine Form der Low-Carb-Ernährung. Man verzichtet dabei fast gänzlich auf die Zufuhr von Kohlenhydraten in Form von Nudeln, Brot und Co. So zwingt man den Körper, die Energie, die benötigt wird, aus den Fettdepots zu holen.

Nur fünf Prozent der täglichen Nahrung dürfen aus Kohlenhydraten bestehen. Fett und Eiweiß sind erlaubt und werden vorwiegend gegessen. Bekannteste Form dieser Diät ist die Atkins-Diät.

Verzichtet wird auf

  • Gemüse
  • Obst und
  • Getreide.

Damit fehlen dem Körper auch "schnelle" Energiequellen. Er wird folglich dazu gezwungen, den benötigten Zucker aus den Fettreserven zu ziehen. Man bezeichnet diesen Vorgang als Ketose.

Ketogene Diät bei Krebsleiden

Die ketogene Diät setzt man auch im therapeutischen Bereich ein. So wird sie beispielsweise in der Tumor- und Krebstherapie genutzt. Man zielt darauf ab, den Tumor auszuhungern, da eine Verwertung von Fettsäuren durch die Tumorzellen kaum möglich ist.

Unterschiede zwischen ketogener und Low-Carb-Diät

Bei einer Low Carb Diät werden pro Tag zwischen 50 und 130 Gramm Kohlenhydrate verzehrt. Die ketogene Diät reduziert diese Menge nochmals auf maximal 50 Gramm. Man könnte sie somit auch als "No Carb Diät" bezeichnen.

Wie schnell kann man mit der ketogenen Diät abnehmen?

Wie effektiv diese Diätform ist bzw. wie schnell man damit abnimmt, ist stets abhängig vom individuellen körperlichen Zustand der Person. Zwei bis drei Kilogramm pro Woche sind möglich, wenn man auf Kohlenhydrate verzichtet, da man dem Körper damit die wichtigste Energiequelle nimmt.

Welche Nahrungsmittel sind bei der ketogenen Diät erlaubt?

Die Auswahl der Nahrungsmittel bei der ketogenen Diät basiert auf folgender Aufteilung:

  • wenig Kohlenhydrate: Menge abhängig von Geschlecht, Alter, körperlicher Verfassung
  • Proteine in moderater Menge: 20 Prozent der Nahrung sollte daraus betehen
  • viel Fett: darauf auf gesunde Fette zurückgreifen

Folgende Lebensmittel sind dabei erlaubt (eine kleine Auswahl):

Ein Ernährungsplan könnte wie folgt aussehen: zum Frühstück gibt es Bulletproof Coffee oder auch Butterkaffee. Er enthält neben Kaffee außerdem Butter sowie MCT-Öl.

Zum Mittagessen werden hochwertige Proteine und gesunde Fette kombiniert. Gemüse sowie tierischer Produkte aus artgerechter Haltung komplettieren das Essen. Möglich wären beispielsweise Salat mit Fisch oder gedämpftes Gemüse.

Zum Abendessen sollten langsame Kohlenhydrate verzehrt werden. Dabei kann es sich um solche aus Möhren oder Nussmehl handeln.

Durchführung der ketogenen Diät – Wie funktioniert sie und was ist zu beachten?

Bei der ketogenen Diät wird der Stoffwechsel des Körpers verändert. Um Energie zu gewinnen, werden Fettdepots abgebaut, was als Ketose bezeichnet wird.

Diesen Zustand erreicht man durch deutliche Verringerung der Kohlenhydratmenge. Der Verzehr von Proteinen verhindert den Abbau von Muskelmasse.

Fett wird kontinuierlich nachgelegt, sodass der Körper das Signal bekommt, dass er dieses nicht einlagern muss. In der Leber wird es in einen Ersatz für Glukose umgewandelt; diesen bezeichnet man als Ketone.

Vorteile der ketogenen Diät

Die ketogene Diät weist folgende Vorteile auf: sie

  • hemmt Entzündungen und kann dadurch das Risiko für Krebs und Alzheimer senken
  • sorgt für mehr Energie und fördert Konzentration und Fokussierung
  • fördert die Fettverbrennung und verhindert Heißhungerattacken
  • senkt den Blutzucker

Risiken: Hat die ketogene Diät auch Nachteile und Nebenwirkungen?

Doch ebenso gibt es Nachteile und Nebenwirkungen. So kann es durch die Umstellung des Stoffwechsels zur so genannten Keto Grippe/Low Carb Grippe kommen. Sie zeigt sich für drei bis vier Tage mit Verdauungsproblemen, Übelkeit und Kraftlosigkeit.

Des Weiteren stellt die Lebensmittelauswahl eine Herausforderung dar. Achtet man nicht darauf, ausreichend tierische Produkte aus artgerechter Haltung sowie genug Gemüse zu essen, ist eine Unterversorgung mit Mineralstoffen und Vitaminen eine mögliche Folge.

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